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EuroAmusement Professional 3-2013-Leseprobe

Seite 26 EuroAmusement Professional 3-2013-LeseprobeBusinessReport

Schnee satt ­ das ganze Jahr
Das allrounder mountain resort mitten im Ruhrpott
Wer einem echten Wintersport-Freak etwas von Skihalle erzählt, erntet vermutlich nur ein müdes Lächeln. Denn die
meisten Skisport-Freunde und Snowboarder lieben und brauchen die Luft und
das Licht der Berge vermutlich ebenso
wie ihre Ausrüstung ... Was allerdings
so richtige Hardcore-Fans dieser Wintersportarten betrifft, die ,,jeeppern" wohl
selbst bei 30° C im Schatten (oder gerade dann?) nach ihrem im wahrsten Sinne
des Wortes ,,coolen" Hobby. Und für genau jene sowie für alle kleinen und großen Ski- und Schnee-Einsteiger eignen
sich Skihallen eigentlich hervorragend.
Nach einer fünfjährigen Kreativphase
inklusive neun Monaten Bauzeit wurde im Januar 2001 die Jever Skihalle in
Neuss eröffnet. Mit rund 22.000 Quadratmetern Pistenspaß, zwei Schleppliften und einem Vierersessellift bietet
die Schneehalle als zentraler Teil des
allrounder mountain resorts an 365 Tagen im Jahr ,,Ski und Rodel gut". Für
Kinder und Anfänger steht ein separater
60 EuroAmusement Professional 3/2013

Hang zur Verfügung, der auf gut 4.000
Quadratmetern beste Bedingungen für
Ski- und Snowboard-Einsteiger bietet.
Durch eine Erweiterung mit mehreren
Rodel- und Eisstockbahnen ist die Halle inzwischen auch für Gruppen und
Schulklassen ein beliebtes Ziel. Warum
die Neusser Skihalle bzw. das allrounder
resort von Beginn an jährlich eine Mio.
Besucher registriert ­ im Gegensatz z.B.
zu dem von Marc Girardelli gegründeten alpincenter Bottrop, das nur drei
Tage nach der Neusser Anlage eröffnete
und sich heute unter Beteiligung der Van
der Valk-Gruppe wieder in etwas erfolgreicheren Bahnen bewegt ­, erklärt Johannes Janz, einer der beiden Geschäftsführer des allrounder resorts so: ,,Eine
solche Freizeitanlage zu betreiben, bedarf es mehr als der Erfahrung und des
Namens eines hochkarätigen Skiprofis."
Und damit dürfte er Recht haben.
Die allrounder-Unternehmensgruppe begann 1987 als Skireisespezialist und
veranstaltet bis heute zahlreiche Events

­ beispielsweise den FIS SkilanglaufWeltcup ­, bevor sie 2001 die erste Skihalle Deutschlands eröffnete. Neben den
betriebswirtschaftlichen Besonderheiten,
die ein Freizeitunternehmen dieser speziellen Art bereithält, ist es vor allem ein
hohes Maß an Marketing-Know-how,
das für den erfolgreichen Betrieb einer
solchen Anlage unabdingbar ist. Davon
wusste auch der Snow Dome Bispingen, der von der Snow Dome Sölden in
Bispingen GmbH ­ fast als eine Außenstelle der beliebten Skiregion Sölden ­
betrieben wurde, ein ,,Lied" zu singen.
Die Halle wurde 2006 für circa 35 Mio.
Euro gebaut, erst vor wenigen Monaten
durch ein Hotel erweitert und übersteht
ihr ,,verflixtes siebtes Jahr" offensichtlich doch nicht: Ende Februar gab der
Snow Dome bekannt, am 31. März 2013
seine Tore für immer zu schließen (vgl.
Meldung im EAP-Newsletter 3/2013).
Zwar laufen noch Gespräche über Sanierungs- und eventuelle Rettungsmöglichkeiten mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium ... momentan jedoch

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