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EuroAmusement Professional 4-2013-Leseprobe

Seite 13 EuroAmusement Professional 4-2013-LeseprobeDie Einführung der Euro-Norm 13814
und ihre Auswirkungen

Dies bedeutet aber auch, dass bestehende
Fliegende Bauten, die bereits eine Genehmigung erhalten haben, erneut, nun auf die Anforderungen der EN 13814 hin überprüft werden. Damit soll sichergestellt werden, dass
auch solche Anlagen, die zum Teil seit sehr
vielen Jahren in Betrieb sind, unter Sicherheitsgesichtspunkten dem aktuellen Stand
der Technik entsprechen.
Diese Regelung gilt zunächst nur für Fliegende Bauten, also nach § 76 Musterbauordnung
(MBO) für ,,bauliche Anlagen, die geeignet
und bestimmt sind, an verschiedenen Orten
wiederholt aufgebaut und zerlegt zu werden."
Da die Definition des wiederholten Aufbaus
und der Zerlegung auf die Anlagen in Freizeitparks nicht zutrifft, sind zum gegenwärtigen
Zeitpunkt nur Schaustellerbetriebe betroffen.
Für den Betrieb von Fahrgeschäften in Freizeitparks erteilt bislang zumeist das Bauamt
die in der Regel dauerhafte Genehmigung.
Nach Einschätzung des TÜV wird aber die
zuständige ARGEBAU die Empfehlung abgeben, das erarbeitete Prüfverfahren auch für
Freizeitparkanlagen anzuwenden.
Für bestehende Anlagen gilt: Bei Fliegenden
Bauten mit Verlängerungsfristen der Ausführungsgenehmigung von drei und mehr
Jahren und bei Autoscootern kann in der Regel von einer unproblematischen Verlängerung ohne zusätzliche technische Nachweise
und Maßnahmen ausgegangen werden. Für
die bestehenden Fliegenden Bauten mit
ein- und zweijährigen Verlängerungsfristen der Ausführungsgenehmigung und Riesenräder mit dreijähriger Verlängerungsfrist
gelten höhere Anforderungen.

Um eine abrupte und unvorbereitete Anwendung der EN 13814 mit einer zu erwartenden
Vielzahl von Verwerfungen zu vermeiden,
gilt folgende Übergangsregelung:
Fliegende Bauten, die 2013 zur Verlängerung der Ausführungsgenehmigung anstehen, werden noch nach der bisherigen Norm
mit Übergangsfrist genehmigt und bekommen eine normale, intervallmäßige Verlängerung (also um 1 oder 2 Jahre).
Fliegende Bauten, die 2014 zur Verlängerung
der Ausführungsgenehmigung anstehen,
bekommen maximal 1 Jahr Verlängerung.
Mit den für 2013/14 vorgesehenen Verlängerungen werden den Betreibern so genannte
,,Nebenbestimmungen" auferlegt.
Nach Auffassung des TÜV erfordern schätzungsweise 90% der bestehenden Anlagen
keine oder nur eine geringfügige Nachrüstung. Bei Entscheidungen über eventuelle
Maßnahmen zur Nachrüstung sollten sinnvollerweise:
1. Eine Gefährdungsanalyse unter Beteiligung von Betreiber, Hersteller und der Erstprüfstelle (TÜV) vorgenommen werden und
auf dieser Basis:

VDFU-News

Mit Beginn des Jahres wurde in allen Bundesländern die EN 13814 eingeführt und ist
damit ab sofort Teil des Baurechts. Mit der
Einführung haben sich die technischen Prüfgrundlagen für Erstprüfung und regelmäßig
wiederkehrende Prüfungen auf Erhaltungszustand und Betriebssicherheit von fest installierten Fahrgeschäften und Fliegenden
Bauten geändert.

2. geeignete Maßnahmen zwischen den drei
Beteiligten gemeinsam abgestimmt werden.
Aufgrund seiner Prüfungen verfügt die Erstprüfstelle (TÜV) über Kenntnisse, welche
Fahrgeschäfte gleichen Typs in den unterschiedlichen Parks in Betrieb sind. Damit
lassen sich einmal formulierte Handlungsempfehlungen übertragen und Kosten sparen.
Der VDFU stellt den ihm angeschlossenen
Freizeitunternehmen Entscheidungshilfen für
die Verlängerung von Ausführungsgenehmigungen der ARGEBAU sowie der Fachkommission Bau mit ausführlichen Beschreibungen und der Konkretisierung der Prüfkriterien
zur Verfügung.

VDFU Verband deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. I Poststraße 30 I D-10178 Berlin I info@freizeitparks.de I www.freizeitparks.de

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