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EuroAmusement Professional 4-2013-Leseprobe

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internationale gartenschau 2013:

In 80 Gärten um die Welt
Von Hamburg-Mitte ...
Wer in der Hansestadt an Gartenschauen
denkt, dem fällt meist als erstes der Name
,,Planten un Blomen" und somit das traditionsträchtige Ausstellungsgelände im
Zentrum Hamburgs ein. Gartenschauen
sind in der Freien und Hansestadt schon
seit über 140 Jahren Tradition. Mit der
ersten Schau im Jahr 1869 fanden insgesamt sieben Gartenschauen in Hamburg
statt. Der plattdeutsche Name, der natürlich für ,,Pflanzen und Blumen" steht,
wurde durch die vierte Gartenschau 1935
geprägt, die den berühmten Hamburger
Park gestaltete. Nach der ersten IGA (Internationale Gartenbauausstellung) im
Nachkriegsdeutschland 1953 wurde die
IGA im zehnjährigen Turnus 1963 und
1973 ausgerichtet. Seit jeher wurde die
Planten un Blomen-Anlage immer wieder den städtischen Entwicklungen angepasst und bietet heute zwischen dem
Congress Center Hamburg (CCH) und
dem Millerntor zahlreiche Unterhaltungsangebote für alle Altersgruppen.

... auf die Insel
Nach vier Jahrzehnten wurde am 26. April
2013 erstmals wieder
eine internationale Gartenschau in Hamburg
eröffnet ­ die igs 2013,
diesmal jedoch auf der
Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg. Diese und
weitere Flussinseln in
Hamburg rückten zu Beginn dieses Jahrhunderts
66 EuroAmusement Professional 4/2013

in den Fokus der Stadtentwicklungsplanungen. Auf einem 100 Hektar großen
Gelände, mehr als doppelt so groß wie
das Planten un Blomen-Areal, präsentiert sich in diesem Jahr die achte internationale Gartenschau unter dem Motto
,,In 80 Gärten um die Welt". Angelehnt
an den berühmten Jules Verne-Roman
können die Besucher in sieben unterschiedlichen Themenwelten insgesamt
80 Gärten bestaunen und erleben ­ und
das noch bis zum 13. Oktober. Dabei erzählen die Gärten von fremden Kulturen,
anderen Klima- und Vegetationszonen
der Erde sowie visionären Ideen für zukünftige Natur- und Kulturlandschaften.
Die Gesamtplanung der igs 2013 wurde
von den RMP Landschaftsarchitekten
aus Bonn ausgeführt, die mit der Beauftragung für das Hamburger Projekt 2008
ein Büro in der Hansestadt gründeten.
Die Landschaftsarchitekten von RMP
waren übrigens ­ als eines von insge-

samt drei Planungsbüros ­ bereits an den
Entwicklungen zur IGA im Jahre 1963
beteiligt.

Sieben Themenwelten
Ein sechs Kilometer langer Hauptrundweg führt die Besucher durch die Gartenausstellung ­ mehr als 15 Kilometer
lang ist das Gesamtwegenetz der Anlage.
In den Blumenschauhallen am Haupteingang des Geländes werden während der
igs über 20 wechselnde Ausstellungen
auf einer Präsentationsfläche von 5.000
Quadratmetern zu sehen sein. Wer seinen
Rundgang hier am Haupteingang startet,
durchquert zunächst die ,,Welt der Häfen", in der 15 kastenförmig angelegte
Gärten Hafenstädte wie Hamburg, London, Dover, Kalkutta, Hongkong oder
San Francisco darstellen sollen. Weiter
geht es in den Bereich ,,Wasserwelten",
wo den Besuchern in 18 Gärten gezeigt
wird, wo in der Welt Wassermangel und wo Wasserüberschuss herrscht.
Die Abhängigkeit
von
Mensch, Tier und Pflanze
vom Wasser ist hier Thema.
Sowohl thematisch als auch
räumlich in diesen Bereich
einbezogen wurde das 2008
stillgelegte Wilhelmsburger
Wasserwerk, das im Rahmen
der igs saniert und umgebaut

Die Buddha-Statue befindet sich in
der Welt der Religionen, wo neben
dem Buddhismus auch Christentum, Hinduismus, Islam und
Judentum Thema sind.

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