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EuroAmusement Professional 5-2013-Leseprobe

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die aber meist, im Gegensatz zu topographischen Karten, keine bloße Aufsicht
abbilden, sondern eine dreidimensional
angelegte Illustration zum einfacheren
Verständnis ihrer Nutzer. In der Regel
erhält der Besucher seinen Parkplan am
Eingang ­ entweder an der Kasse oder am
Drehkreuz gereicht, oder dahinter im Prospektständer zum Mitnehmen. In einigen
Fällen müssen die Gäste einen symbolischen Euro für die Karte zahlen und sich
ansonsten auf die groß ausgestellten Pläne innerhalb des Parks verlassen.

Park-Maps im Zeitalter
.
von Smartphones & Co.
Wie der ,,gute alte" Parkplan überlebt
Zur Kartografie
Schon seit Jahrtausenden zeichnet die
Menschheit Karten und hält besondere
Bereiche und wichtige Informationen
ihres Lebensraums auf diesen fest. Von
den ersten Karten, die in Tontafeln geritzt wurden, entwickelten sich die Techniken stets weiter. In Ägypten zeichnete
man Unikate auf Papyrus, Piraten markierten sich mit einem großen X auf ihnen die Stelle ihres vergrabenen Schatzes, ab dem 15. Jahrhundert erleichterte
die Erfindung der Drucktechnik die Vervielfältigung, und im 19. Jahrhundert
verbesserten sich die Vermessungsmethoden und erlaubten daher akkurate

Teil 1
Darstellungen. Heutzutage nutzen wir
geräteübergreifend Google Maps und
folgen gehorsam den Ansagen unserer
Navigationsgeräte im Straßenverkehr.
Karten sind also ein Thema, das uns seit
jeher begleitet und nichts an Bedeutung
verloren hat. Ob als Händler auf den
Weltmeeren oder als Tourist im Straßenverkehr einer fremden Stadt suchen
wir nach Orientierungspunkten und vereinfachten, gut lesbaren Informationen,
um sicher von Punkt A nach Punkt B zu
gelangen. Auch (fast) alle Freizeit- und
Themenparks bieten Übersichtskarten an,

Mit den Karten bekommt der Besucher
eine geballte Ladung Informationen in
die Hand gedrückt, die ihm während seines Besuchs hilfreich zur Seite stehen,
die Navigation erleichtern und die für ihn
besten Attraktionen finden lassen sollen.
Sieht man sich in der Branche um, findet
man eine ungeheure Zahl verschiedener
Plantypen und Stile. Hochmoderne und
selbstgezeichnete Pläne, Wimmelbilder
und stilisierte Vektorgrafiken. Auch der
Aufbau der Legende unterscheidet sich
stark.
Was aber macht einen guten Plan aus ­
und worauf sollte man als Parkbetreiber
achten, wenn man einen neuen Parkplan
in Auftrag geben möchte oder den vorhandenen aktualisiert? Zu diesen Fragen
sollen im Folgenden einige Denkanstöße
gegeben werden.

Die Analyse
Zunächst: Das perfekte Rezept gibt es
nicht. Ein jeder Park benötigt eine individuelle Lösung. Deshalb ist es wichtig,
zunächst einmal genau zu analysieren,
was man wirklich braucht. Denn der
Parkplan ist keine bloße bunte Grafik
in unterschiedlichen Stilen, sondern ein
komplexes Informationsmedium, das
nur die Informationen vermitteln sollte,
die entscheidend sind. Zwei gute Beispiele bieten die Pläne für das Phantasialand (2009-2013) und Schloss Dankern (2013):
Das Phantasialand ist bekanntlich ein
Park in sehr kompakter Bauweise, was
hauptsächlich mit seiner begrenzten ErDie wunderschön illustrierte Karte Port Aventuras
zeigt ein Stück Himmel und Meer.

88 EuroAmusement Professional 5/2013

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