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EuroAmusement Professional 2/2014-Leseprobe

Seite 20 EuroAmusement Professional 2/2014-LeseprobeFoto: © Verband der Hallen- und Indoorspielplätze e.V.

IndoorParks

Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Verbreitung von Indoor-Angeboten
kann auf diese Weise mit dazu beitragen, dass eine Sportart populärer wird
und sich als Breitensport etabliert, wie
es z.B. beim Klettersport der Fall gewesen ist.
Die Indoor-Konzepte beinhalten meist
einen Mix aus Spiel, Sport und Freizeiterlebnis: Es wird nicht nur das reine Sportangebot, sondern es werden
gleichfalls Gastronomie und Unterhaltung (Events, Firmenveranstaltungen,
Kindergeburtstage etc.) präsentiert.
Insbesondere bei den privaten IndoorAnlagen kommt der Gastronomie und
den Veranstaltungen eine große wirtschaftliche Bedeutung zu, da sie den
Betrieb oft erst rentabel machen. Es hat
sich herausgestellt, dass ein erweitertes
Angebot die Verweildauer und damit
die Ausgabebereitschaft der Besucher
erhöht.

Indoor
Sport- & Spielwelten
Entwicklungen und Trends
Von Thomas Albertin

I

m Zeitalter der Beschleunigung wird
(Frei-)Zeit subjektiv als ein immer
knapperes Gut wahrgenommen. Die
Dauer vieler Freizeitbeschäftigungen
wird daher zwangsläufig verkürzt und
immer mehr Aktivitäten werden miteinander kombiniert. Diese Entwicklung
und der wachsende Wettbewerb um das
Zeit- und Finanzbudget der Menschen
haben auf Anbieterseite zu neuen Trends
und Freizeitangeboten geführt. Der
Trend zu Indoor-Angeboten stellt dabei
eine der wichtigsten und eindrucksvollsten Entwicklungen auf dem Freizeitanlagenmarkt dar. Neben den inzwischen
weit verbreiteten Hallenspielplätzen*
entwickeln sich in den letzten Jahren
immer mehr sport- und spielorientierte
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Erlebnisangebote. Vornehmlich klassische Outdoor-Sportarten wie Fußball,
Klettern oder Beachvolleyball wurden
nach und nach für die Halle entdeckt
und deutlich spaßorientierter weiterentwickelt.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
In der Halle können die Sportarten witterungsunabhängig und zu stets gleichen
Bedingungen angeboten werden, so dass
selbst Beach-Sport und Wintersport
ganzjährig ausgeübt werden können.
Die Hallen bieten nicht nur Wettkampf- und Vereinssportlern optimale
Bedingungen für das Training, sondern stellen auch für nicht organisierte
Freizeitsportler und Einsteiger sichere

Aus den genannten Gründen hat die
Hamburger Unternehmensberatungsgesellschaft Vota die Indoor-Marktsegmente Hallenspielplätze, Kletterhallen, Soccerhallen, Beachhallen und Skatehallen
genauer analysiert. Die Indooranlagen
wurden auf Bundeslandebene untersucht
und kartografisch dargestellt. Neben den
für die einzelnen Anlagentypen ermittelten Bestands- und Versorgungskennzahlen dokumentiert der Bericht auch
die wesentlichen Faktoren für die wirtschaftliche Tragfähigkeit (z.B.: Flächen,
Eintrittspreise und Ausstattungsstandards) sowie Planungsgrundlagen (Gebäude- und Angebotsanforderungen).

Hallenspielplätze
Die ersten Hallenspielplätze Deutschlands entstanden Ende der 1990er Jahre zunächst in Nordrhein-Westfalen.
Von hier aus entwickelte sich der Markt
nordwärts, dann in Richtung Süden ­
und zuletzt gen Osten. Zwischen 2001
und 2004 erlebte die Entwicklung mit
jährlichen Zuwächsen von 200 Prozent
ihre Hochzeit. Seitdem haben sich die
Zuwächse deutlich verlangsamt, jedoch
ist immer noch eine Steigerung der Anlagenzahl zu verzeichnen (auf derzeit
* Vgl. Sie zu diesem Thema auch ,,Hallenspielplätze in
Deutschland", erschienen in EuroAmusement Professional
4/2005 & 5/2005.

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