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EuroAmusement Professional 2/2014-Leseprobe

Seite 30 EuroAmusement Professional 2/2014-LeseprobeBadeWelten

Badespaß ­ mit Sicherheit
Sicherheitsbewertung für Badeanlagen
Betreiber von Freizeit- und Erlebnisbädern sind unermüdlich auf der Suche
nach neuen Service- und Attraktionsangeboten, um die Erwartungen ihrer Gäste zu erfüllen und deren Zufriedenheit zu
erhöhen. Mindestens genauso wichtig ist
ihnen dabei, ein höchst mögliches Maß
an Sicherheit im Badebetrieb zu bieten.
Im Jahr 2012 sind in Deutschland 383
Menschen ertrunken. Das ist der niedrigste Wert seit Bestehen der Statistik
im vereinten Deutschland und beweist,
dass durch Prävention, Aufklärung und
Präsenz von qualifizierten Wasserrettern
eine wesentliche Verbesserung der Sicherheitslage im und am Wasser erreicht
werden kann. Permanente aufmerksame
Anlagenbegehung und Eigenkontrollen
neben den jährlichen Revisionen gehören zum öffentlichen Badebetrieb wie
das Wasser in den Becken. Mancher
Betreiber fragt sich jedoch auch, welche
zusätzlichen Möglichkeiten zur Gewährleistung höchster Betriebssicherheit er
hat. Wir stellen nachfolgend ein Beispiel
vor, wie ein Bäderbetreiber in erfolgreicher Zusammenarbeit mit einer Wasserrettungsorganisation für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gesorgt hat:

Ob LazyRiver, Erlebnisrutschen oder Außenbecken ­ je kontrollierter die Anlagen
und je qualifizierter das Personal, desto
sicherer der Badespaß.

60 EuroAmusement Professional 2/2014

Die Bäder GmbH Halle und die Maya
mare GmbH & Co. KG haben im Sommer 2013 für sechs ihrer Bäder und
Freibäder sowie das Maya mare eine
Sicherheitsüberprüfung durch die DRK
Wasserrettung durchführen lassen. ,,Das
Besondere an diesem Projekt war und
ist die enge Zusammenarbeit zwischen
dem Bäderbetreiber und dem DRK
Wasserrettungsdienst ­ in der gemeinsamen Überzeugung, dass gesunde und
zufriedene Badegäste die besten Badegäste sind. Den letzten Anstoß zur Entwicklung des Sicherheitschecks ­ dies
soll nicht unerwähnt bleiben ­ gab ein
Badeunfall mit traurigem Ausgang, der
sich vor zwei Jahren in Sachsen-Anhalt
ereignete", erläutert Annette Waldenburger, Geschäftsführerin der beiden Tochtergesellschaften der Stadtwerke Halle
GmbH.

Ein großer Vorteil bei der Entwicklung
dieses Konzeptes: Sowohl die Betreiber
als auch die Rettungsexperten brachten
eine nachweislich hohe Fachkompetenz
in das Projekt ein. Die von den Gesellschaften betriebenen Anlagen in der Region wurden in den vergangenen Jahren
umfassend modernisiert. Der Wasserrettungsdienst Halle ist ein aktiver Verein
mit ca. 400 Mitgliedern, dessen Rettungskräfte über eine hohe Qualifikation
und Jahrzehnte praktischer Erfahrung
verfügen.

Die Ausgangslage
Im Jahr 2013 wiesen die Statistiken in
Deutschland drastisch steigende Unfallzahlen aus. Die Zahl der im Wasser
tödlich Verunglückten ist um 35 Prozent

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