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EuroAmusement Professional 6-2014-Leseprobe

Seite 15 EuroAmusement Professional 6-2014-LeseprobeParks
Seit 2014 steht der Franzose Yann
Caillère als CEO an der Spitze der
spanischen Parques ReunidosGruppe.

auch das weltweit agierende
Unternehmen selbst. Die Management-Erfahrungen, die
ich während meiner Arbeit
für die Accor-Gruppe auf internationaler Ebene sammeln
konnte sowie meine früheren
Tätigkeiten innerhalb der
Freizeitparkbranche erwiesen
sich in meiner Vorstellung als
gute Voraussetzung, um zu
Parques Reunidos zu wechseln. Auch das anspruchsvolle Arbeitsumfeld in einem
wachsenden Markt wie dem
der Freizeitbranche sprach
mich an ... nach Madrid zu ziehen stellte natürlich zusätzlich
einen netten Begleitumstand dieses Jobangebots dar ... (lacht).

Quo Vadis Parques Reunidos?
Ein Gespräch mit CEO Yann Caillère
Mit insgesamt 70 Freizeitparks in zwölf Ländern weltweit,
darunter auch Wasserparks, Tierparks/Zoos und Family Entertainment Center, sowie 26,2 Mio. Besuchern und einem Umsatz von 540 Mio. Euro im Jahr 2013, gehört die spanische
Betreibergruppe Parques Reunidos (PR) zu den größten Freizeitparkbetreibern in Europa.
Seit Januar 2014 steht der in Casablanca geborene Franzose
Yann Caillère als CEO an der Spitze des Unternehmens. Mit
seinem Erfahrungsschatz, den Caillère in den vergangenen
Jahren während seiner Tätigkeit in der Hotel- sowie Freizeitparkbranche sammeln konnte, möchte der Manager das
nachhaltige Wachstum und die führende Marktposition der in
Madrid ansässigen Betreibergruppe fördern. 2017 möchte die
Gruppe bereits zwei Mio. neue Besucher in ihren Parks verzeichnen ­ ein umfassendes Investitionsprogramm soll hierzu
beitragen. Über die Ziele der Gruppe, seine aktuelle Führungsposition sowie die Entwicklung der europäischen Freizeitparklandschaft sprach EuroAmusement Professional diesen
Sommer mit Yann Caillère persönlich.

EAP: Hinsichtlich der Besitzstruktur assoziieren unsere Leser
Parques Reunidos mit wechselnden Private Equity Fonds. Daher möchte ich Sie bitten, uns zunächst kurz einen Überblick
in Bezug auf die aktuelle Besitzstruktur von Parques Reunidos
zu geben.
YC: Ich kann mich da nur auf die aktuelle Situation beziehen.
Parques Reunidos ist ein spanisches Unternehmen, das sich
größtenteils im Besitz von britischen Gesellschaftern befindet.
Dazu gehört der internationale Private Equity Manager Arle
Capital Partners und der britische Ferienparkbetreiber Bourne
Leisure sowie zwei oder drei weitere, kleinere Anteilseigner.
Die beiden großen Shareholder machen 90 Prozent aus.

EAP: Herr Caillière, als ehemaliger CEO der Accor SA und
ehemaliger COO von Euro Disney S.C.A. sind Sie sowohl in
der Hotel- als auch in der Freizeitparkbranche zu Hause. Seit
Januar dieses Jahres stehen Sie als CEO an der Spitze der
weltweit agierenden Parques Reunidos-Gruppe. Ist Ihre Liebe
zu Achterbahnen und Themenwelten doch größer als die zum
Hotelmanagement? Was hat Sie dazu bewogen, zu dieser Unternehmensgruppe zu wechseln?
Yann Caillère (YC): Ja, da liegen Sie ganz richtig. Ich hatte
verschiedene Angebote sowohl aus der Hotelbranche als auch
aus dem Freizeitparkbereich, und meine Liebe zu Freizeitparks
ist in der Tat groß. Die zehn Jahre, die ich für Disney tätig
war, waren großartig. Doch die Option zu Parques Reunidos
zu wechseln, ging nicht nur einher mit dem erneuten Einstieg
in die Freizeitindustrie. Ein Anreiz für mich war natürlich

EAP: Ihr Parkportfolio ist recht breit strukturiert: neben
Themen- und Freizeitparks (u.a. Parque de Atracciones de
Madrid, Bobbejaanland/Niederlande, Mirabilandia/Italien,
Bonbonland Kopenhagen, Tusenfryd/Norwegen, Kennywood/
USA wie auch Movie Park Germany) und Wasserparks bzw.
Freizeitbädern (u.a. die Aquópolis-Gruppe in Spanien, Bo
Sommarland/ Norwegen, Aquasplash Marineland/Frankreich)
gehören auch FECs sowie Zoos und zwei Seilbahnen (in Madrid und an der Costa del Sol) dazu. Wie sind Ihre konkreten Erfahrungen mit einem solch durchaus breit aufgestellten
Portfolio innerhalb der Freizeitbranche?
YC: Um genau zu sein, besitzt Parques Reunidos 14 Tochterunternehmen, zwei Managementverträge und die restlichen
54 Anlagen werden von uns im Rahmen eines Leasing- oder
Konzessionsvertrages geführt. 60 Prozent unserer Aktivitäten
finden in Europa statt, 40 Prozent in den USA. Dabei verteilt
es sich in Europa zu 25 Prozent auf Spanien und 35 Prozent

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