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EuroAmusement Professional 2-2015-Leseprobe

Seite 24 EuroAmusement Professional 2-2015-LeseprobeWaterParks

Die denkmalgeschützte Fassade des alten Dampfkraftwerkes lässt nicht erahnen, was die Gäste im
Inneren erwartet ...

Kokpunkten

Baden im Dampfkraftwerk
In der schwedischen Stadt Västerås (rund
100 Kilometer nordwestlich von Stockholm) steht seit 1917 ein mächtiges und
einst für die Stromversorgung Schwedens
maßgebliches Dampfkraftwerk. Seit 1979
diente die Anlage nur noch als so genanntes Bereitschafts-Kraftwerk, 1992 wurde
die Stromproduktion ganz eingestellt.
Die Stadt überlegte lange, was man mit
dem mittlerweile unter Denkmalschutz
gestellten Gebäude anfangen könnte, bis
2002 mit Peab das drittgrößte Bauunternehmen Schwedens auf den Plan gerufen
wurde, um das Gebäude zu übernehmen.
Im September 2011 folgte der Spatenstich für den Bau eines der größten Freizeit- und Erlebnisbäder in Schweden.
Der Indoor-Wasserpark mit dem an das
Kraftwerk angelehnten Namen Kokpunkten (Deutsch: Siedepunkt) befindet sich
direkt am Yachthafen von Västerås. Für
den Bau der Freizeitanlage wurde das
komplette Gebäude entkernt und alle alten Gerätschaften entfernt. Übrig blieb
nur noch die Außenfassade des einstigen
Kraftwerkes.
50 EuroAmusement Professional 2/2015

Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von über 300 Mio. Schwedischen
Kronen (ca. 32 Mio. Euro) umfasst nicht
nur das im Hauptgebäude untergebrachte Schwimmbad mit seinen 7.200 Quadratmetern Gesamtfläche, sondern wird
im Laufe der nächsten Jahre sukzessive
um ein Hotel, ein Wissenschaftszentrum und einen Treffpunkt für Energieund Klimafragen in angrenzenden Gebäudeteilen ergänzt. So entsteht in der
größten Stadt am Mälaren ­ einer ausgedehnten Fluss- und Seenlandschaft ­
ein attraktives Ausflugsziel für die ca.
110.000 Einwohner von Västerås bzw.
die rund 260.000 Bewohner der Provinz Västmanlands län wie auch für den
Großraum Stockholm mit etwa zwei
Mio. Einwohnern.
Die Betreiber, die Peab bad AG, sprechen selbstbewusst vom ersten Actionbad Schwedens, welches seit dem 28.
August 2014 für die Öffentlichkeit geöffnet hat. Von außen beeindruckt vor
allem die große Kraftwerksfassade, im

Inneren dominieren hingegen farbige Illumination, schallender Sound und moderne Architektur. Die gesamte Freizeitbad-Landschaft des Kokpunkten ist auf
insgesamt acht Stockwerke verteilt, wobei
für den Besucher nur fünf Stockwerke tatsächlich sichtbar sind. In den Zwischenetagen verbirgt sich die Technik, welche
dem Freizeitbad Leben einhaucht.
Im Erdgeschoss befinden sich das Foyer
mit Bistro und Kassen-Tresen sowie die
großräumigen und modern in dunklen
Tönen gehaltenen Umkleiden (Schrankund Zutrittssystem von der Firma Metra).
Typisch für Schweden handelt es sich
dabei um Sammelumkleiden ­ Einzelkabinen gibt es nicht. Skandinavische
Wellness-Kultur wird in den Duschen
groß geschrieben, wo neben den Duschplätzen auch noch ein Wärmeraum in
Form einer Sauna zum Relaxen nach
dem Badbesuch einlädt.

Das Action-Level
Sofort beim Betreten der Badelandschaft
auf der ersten Ebene (3. Stock) stellt
sich ein Wow-Erlebnis ein. Laute Musik
und die durch Hightech-Projektoren und
Lichtinstallationen erzeugte Atmosphäre
vermitteln ein einzigartiges Badeerlebnis.
Der Tageslichteinfall beschränkt sich auf
eine große Glasfläche im Gastronomie-

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