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EuroAmusement Professional 4-2015-Leseprobe

Seite 31 EuroAmusement Professional 4-2015-LeseprobeBadeWelten
Von den Bädern, die im Jahr 2014 Besucherrückgänge zu verzeichnen hatten, wurden als Gründe genannt (nach Häufigkeit
der Nennungen):
Schließtage (darunter auch wegen Baumaßnahmen)
Wetter
Wettbewerber/Wettbewerbssituation
individuelle Gründe (eingeschränkter Betrieb
aufgrund von Baumaßnahmen)
Modernisierungs-/Investitionsstau
Schlechte Wirtschaftslage
War in 2013 aus Sicht der Verantwortlichen noch die Wetterlage der maßgebliche Einflussfaktor auf die Besucherzahlen, änderte sich dies in 2014: Schließzeiten, Wetter und die jeweilige
Wettbewerbssituation liegen fast gleichauf. Und: Individuelle,
anlagenspezifische Gründe werden weniger stark gewichtet als in
den Vorjahren. Auffällig ist, dass, anders als in den Vorjahren, dieses Mal dem Wettbewerb erheblich mehr Bedeutung eingeräumt
wird. Eine Entwicklung, die angesichts des sich schon länger abzeichnenden Trends ­ zum einen bestehende Freizeitbäderanlagen zu reattraktivieren und zum anderen auch ehemalige Sportund Familienbäder baulich aufzuwerten ­ nicht verwundert.
Vergleicht man die Ergebnisse der Besucherentwicklung mit
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den Vorjahren, wird erkennbar, dass die Dynamik der positiven Entwicklung weiter rückläufig ist. (Chart 2)
23
18
Anscheinend nimmt die Heterogenität der Entwicklung in15
nerhalb der Freizeitbäder und Thermenlandschaften weiter
5
zu. Während es die einen 3
schaffen, trotz einer zunehmenden
3
Konkurrenz an Freizeitangeboten, Kunden zu binden und neu
zu begeistern, machen sich bei anderen Anbietern die Wettbewerbssituation und die wechselhafte Wetterlage bemerkbar. Es
ist noch zu früh, hieraus einen pauschalen Trend abzuleiten,
aber unter Berücksichtigung der oben genannten individuellen
Markteinschätzungen, in welchem der Wettbewerb als starker Faktor neu auftaucht, mehren sich die Anzeichen für eine
unterschiedliche Besucherakzeptanz zwischen den einzelnen
Freizeitbädern und Thermen.

Der nun folgende Blick in die einzelnen Angebotsbereiche
bzw. Profitcenter zeichnet ein differenzierteres Bild dieser Situation. Die Besucherentwicklung im Saunabereich weist eindeutig Parallelen zur Entwicklung der Gesamtbesucherzahlen
aus und fällt gegenüber dem Vorjahr ab: 34 % der Bäder mussten rückläufige Besucherzahlen im Saunabereich hinnehmen,
jedoch keines einen Rückgang von über 10 % zum Vorjahreswert. Bei 18 % der Antwortenden blieben die Besucherzahlen bei den Saunagästen konstant, während sich mit 47 % der
Großteil über leichte bis sehr starke Zuwächse freuen durfte.
Erfreulich ist, dass bei 11 % der Antwortenden die Anzahl der
Saunagäste ,,stark gestiegen" ist, was deutlich über dem Wert
der Gesamtbesucherentwicklung liegt! (Chart 3)

Erwartungen zur Besucherentwicklung 2015
Trotz der Abschwächung des seit etwa drei Jahren anhaltenden
positiven Trends bei der Besucherentwicklung erwarten die
Mitgliedsbetriebe für das laufende Geschäftsjahr 2015 weiterhin konstante beziehungsweise leicht anwachsende Besucherzahlen. Nur 9 % rechnen mit einem (weiteren) Rückgang
des Besucheraufkommens, die meisten Teilnehmer gehen von
stabilen Zahlen (50 %) aus oder erwarten eine Aufwärtsentwicklung (41 %). (Chart 4)
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Im Vergleich mit den Erwartungen für 2014 ist der Optimismus nun etwas verhaltener.27
Erstmals seit vier Jahren stieg die
Zahl der Bäder, die einen weiteren Rückgang der Besucher16
zahlen befürchten. 11
7
2
0

Vergleich zwischen erwarteten
und realen Besucherzahlen

In den vorangegangenen Befragungsrunden wurden die Prognosen für das laufende Jahr in der Realität jeweils deutlich
übertroffen. Hier nun der Blick auf die Prognose aus 2013 für
2014 und die reale Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr. Die abgefragten Kategorien sind zwar nicht vollkommen

Besucherentwicklung im Jahresvergleich
2009 zu 2008

stark
rückläufig

2010 zu 2009

rückläufig

2011 zu 2010

leicht
rückläufig

2012 zu 2011

konstant

leicht
gestiegen

2013 zu 2012

gestiegen

2014 zu 2013

stark
gestiegen

Chart 2: Besucherentwicklung (gesamt) 2009 bis 2014
EuroAmusement Professional 4/2015

2013 zu 2012

2014 zu 2013

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