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EuroAmusement Professional 4-2015-Leseprobe

Seite 34 EuroAmusement Professional 4-2015-LeseprobeTechnologie

Alles immer frisch?

Wasseraufbereitungstechnik in Freizeit- und Wasserparks

Für Schwimmbäder, Freizeitbäder und
Wasserparks ist die Frage der Wasserqualität und der dazu erforderlichen Wasseraufbereitungstechnik immer schon im
Fokus und definitiv Teil der Tagesordnung. Nachdem in den letzten Jahren
auch immer öfter Wasserattraktionen in
den Freizeit- und Erlebnisparks Einzug
gehalten haben, sind auch die Betreiber
der vermeintlich ,,trockenen" Parks und
Attraktionen stärker als zuvor gefordert,
wenn es darum geht, kontrollierte Wasserqualität für den Spaß mit nassen Attraktionen zu gewährleisten.

Beispiel SplashbattleAttraktion
Bei der Attraktion ,,ToPiLauLa" im
Heide Park Soltau ­ ein 12.000 Quadratmeter großes Areal ­ liefern sich die
Fahrgäste und Zuschauer fröhliche Wasserschlachten. Für den Betreiber ­ die
Merlin Entertainments-Gruppe ­ bedeutet dies strenge Auflagen bezüglich der
Hygienebedingungen, denn schließlich
kann nicht ausgeschlossen werden, dass
im Eifer des Gefechts auch mal Sprühoder Spritzwasser von den Fahrgästen
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verschluckt wird. Für diese Attraktion
wurde deshalb die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH beauftragt, für jederzeit
hygienisch und optisch reines Wasser in
der Splashbattle-Anlage zu sorgen.
Bis zu 500 Besucher pro Stunde zählen
die Betreiber des Fahrgeschäftes in Hochphasen bei dieser interaktiven Wasserschlacht. Eine Zahl, bei der es nicht allein
wegen des optischen Erscheinungsbildes
der Anlage eine echte Herausforderung
ist, für eine optimale Wasserqualität zu
sorgen. Die Outdoor-Attraktion hat ein
Wasservolumen von 1.500 Kubikmeter.
Verunreinigungen des Beckens durch
Laub, Blütenpollen oder Kleinabfälle lassen sich nicht vermeiden. Geruchs- und
Algenbildung sollten verhindert werden.
,,Eine Gefährdung der Besucher durch
im Wasser enthaltene Keime beim Kontakt mit lungengängigem Wassernebel
und hautberührenden Wassertropfen galt
es unbedingt auszuschließen. Klares,
sauberes und hygienisch reines Wasser
war bei diesem Projekt die Vorgabe, die
seit der Inbetriebnahme und mittlerweile
in der sechsten Saison täglich gewährleistet ist", erläutert Nico Biskup von
Grünbeck.

Die Aufgabenstellung war, so Thorsten Berwald, der im Heide Park Resort
für Bau und Planung zuständig ist, ,,ein
passendes Wasseraufbereitungssystem
mit Pumpen zu entwickeln, um das Beckenwasser zu reinigen und zu desinfizieren". Da für diese Art Attraktion das
Nassspritzen zum Programm gehört,
werden verständlicherweise sehr hohe
Anforderungen an die Qualität des Wassers gestellt. Deshalb liegt bei Freizeitattraktionen dieser Art die Badegewässerverordnung zugrunde, erklärt Berwald.
,,Diese sieht die Einhaltung strenger
hygienischer Bedingungen sowie die
regelmäßige Überprüfung durch Qualitätskontrollen vor." Darüber hinaus ging
es bei eben dieser Konzeption darum,
möglichst sparsam mit Frischwasser
umzugehen und auch den Energieverbrauch der permanent laufenden Anlage
im Auge zu behalten.
Die hohen Anforderungen des Parkbetreibers im Kopf, setzte sich bei
Grünbeck ein spezialisiertes Team aus
Ingenieuren, Handwerkern, Verfahrenstechnikern, Chemikern und Biologen
daran, eine entsprechende Anlage zu
konstruieren. ,,Die Beckenhydraulik der

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