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EuroAmusement Professional 2-2016-Leseprobe

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50 Jahre Zamperla

Wenn der Vater mit dem Sohne ...
,,Genau genommen hat die Geschichte
der Firma Zamperla ihre Wurzeln in einer
mehr als einem Jahrhundert langen Familientradition", erklärt Alberto Zamperla
(im Bild re., mit seinem Sohn Antonio)
­ seit 1995 President und CEO des italienischen Unternehmens. Alles begann zu
Beginn des 20. Jahrhunderts mit einem
fahrenden Pferdezirkus, mit dem der Urgroßvater des heutigen Firmenchefs die
Menschen erfreute. Heute steht der Name
Zamperla für ein vielfältiges Angebot an
Freizeit- und Vergnügungsanlagen, in
denen Millionen von Menschen auf der
ganzen Welt fröhliche und unterhaltsame
Momente erleben können.
In den 1960er Jahren ­ die Zeit, in der
Antonio Zamperla (), Vater des heutigen
Präsidenten, herausfand, dass man bis dahin vor allem für Erwachsene bekannte
Kirmesattraktionen auch für kleine Leute
bauen könnte ­ wurden Attraktionen wie
z.B. Miniscooter oder der Ballon Race
entwickelt. Seit 1966, dem offiziellen
Gründungsjahr der Antonio Zamperla
SpA, werden Zamperlas Kiddie Rides
erfolgreich in alle Welt verkauft. Bereits
1976 ,,eroberte" der Firmengründer erstmals die ,,Neue Welt", ließ sich im kana72 EuroAmusement Professional 2/2016

dischen Montreal nieder, bevor er nach
New Jersey übersiedelte, wo sein Sohn
Alberto ein Verkaufs- und Service-Büro
gründete ­ der verbindende Schritt zwischen dem Headquarter im italienischen
Vicenza zu dem für das Unternehmen
wichtigen amerikanischen Markt.
Als Zamperla 1979 mit der Umfirmierung in eine Aktiengesellschaft, 2.000
Quadratmetern Produktionsfläche und
50 Angestellten weiter durchstartete und
1988 das Unternehmen an die Börse führte, waren das wichtige Etappen auf dem
Weg zum heutigen ,,Imperium", das mit
150 Festangestellten auf fast 10.000 Quadratmetern Produktionsgelände rund 250
Fahrgeschäfte pro Jahr produziert. Als
Disney seinen ersten europäischen Park in
Paris plante und umsetzte, ,,konnten wir
allein sieben Attraktionen liefern", erklärt
Alberto Zamperla stolz: ,,Der Euro Disney-Vertrag erfüllt uns auch heute noch
mit Stolz und Freude; war es doch wieder
ein Meilenstein in unserer Geschichte."
Ein zweifelsohne wichtiger Schritt für
das italienische Traditionsunternehmen,
das heute mit Jahresumsätzen von mehr
als 50 Mio. Euro und einer Exportquote
von 95 Prozent glänzen kann.

Vor einem Jahrzehnt ,,feierte" Zamperla
mit 160 verkauften Rockin'Tugs in nur
drei Jahren, dass sich die Verkaufszahlen
fast ,,wie im Supermarkt" entwickelten.
Und auf meine Frage, wo er mit seinem
Unternehmen in zehn Jahren stehen wolle, erklärte Alberto Zamperla damals,
,,den Internationalisierungsprozess fortsetzen und das Lieferprogramm vervollständigen zu wollen". Die Zeiten waren
von wirtschaftlichen Schwierigkeiten,
,,9/11", Naturkatastrophen und Dollarverfall geprägt ... Heute, zehn Jahre weiter,
ist die internationale Situation keineswegs besser, nur anders ­ schwierig.
Sein Ziel hat Alberto Zamperla auf jeden Fall erreicht: Mit Dependancen in
den USA, China, den Philippinen, Dubai
und Russland und einer beinahe Verdoppelung des Jahresumsatzes ist das Unternehmen weit über die Grenzen seines
Stammsitzes im italienischen Altavilla
Vicenza erfolgreich. War der Name Zamperla über Jahrzehnte hinweg vor allem
mit dem Terminus Kiddie Rides gelabelt,
wurde in der zurückliegenden Dekade
sehr effizient am gezielten Ausbau des
Produktportfolios gearbeitet und gefeilt.
,,Von den aktuell rund 250 Auslieferun-

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