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EuroAmusement Professional 3-2016-Leseprobe

Seite 10 EuroAmusement Professional 3-2016-LeseprobeParks

Lost Gravity
Der neue Big Dipper-Coaster in Walibi Holland
Ein auf den Rotorblättern liegender Helikopter, auf dem Kopf stehende Bäume,
Türme mit Ampeln und Satellitenschüsseln sowie ganze Straßenzüge, die auf
der Seite liegen ­ all das prägt die Front
der neuen Achterbahn in Walibi Holland.
Das auf den ersten Blick undurchsichtige Thema setzt sich in der Warteschlange
fort: Seecontainer wurden in einer Art gestapelt, dass es keinen Sinn machen will.
Eine Rolltreppe vibriert anstatt in bekannter Weise zu funktionieren. Aufzugstüren
innerhalb der Container stehen auf dem
Kopf. Nicht passende Umgebungspläne
und ein Spiegelraum sorgen zudem für
geheimnisvolle ,,Verwirrung".
,,Schuld" an der ungewöhnlichen Gestaltung ist ­ laut Storyline ­ ein Kometeneinschlag: Dieser hat die Schwerkraft durcheinander gebracht, weswegen nun vieles
auf dem Kopf steht oder nicht mehr da ist,
wo es hingehört. Und so erklärt sich auch
der Attraktionsname ,,Lost Gravity". Die
Achterbahn selbst ­ ein so genannter Big
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Dipper-Coaster von Mack Rides ­ ist von
diesen Schwerkrafteskapaden allerdings
ausgenommen und funktioniert tadellos.
Die namengebenden Big Dipper-Wagen,
deren außergewöhnliches SpiegelfrontDesign bereits im Vorfeld für viel Aufmerksamkeit sorgte, verlassen die Station
und werden mit einem sehr dynamischen
Kettenlift bergauf befördert. So bleibt
den Fahrgästen nur wenig Zeit, sich auf
die Fahrt vorzubereiten. Gleich die erste
Abfahrt lässt jedoch daran zweifeln, ob
eine Vorbereitung wirklich möglich wäre.
Die Schiene dreht sich so steil unter dem
Wagen weg, dass sie sich dem Blick der
Fahrgäste stellenweise entzieht. Gefühlt
geht es senkrecht bergab, dabei vollführen die Wagen zusätzlich einen Richtungswechsel um 180 Grad. Anschließend ,,fliegen" sie über einen bodennahen
Hügel, der alle aus den Sitzen reißt. Es
folgt ein Top Hat, der oben seitlich geneigt ist. Von außen sieht dieser genauso
krumm aus, wie er sich fährt ­ und zwar

im positiven Sinne. Ebenfalls ungewöhnlich ist die nach außen geneigte Kurve
vor der Zwischenbremse, welche die Wagen ganz bewusst vor dem ersten Überkopfelement abbremst. Dadurch erleben
die Fahrgäste starke Hangtime bei der
Einfahrt in den Dive Loop. Einige Kurven später folgt eine Zero-G-Roll, welche

Parkdirektorin Mascha van Till-Taminiau ist stolz
auf Lost Gravity.

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