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Spaß beiseite?

Sicherheit in Zeiten des Terrors

Von Markus Weidenauer

Brüssel, Istanbul, Paris: Blutige Attentate an Orten, an denen sich viele Menschen befinden, nehmen zu und damit
auch die Angst, selbst betroffen zu sein.
Bereits der Verdacht einer terroristisch
motivierten Tat löst heutzutage höchste
Alarmstufe aus. Dies zeigt unter anderem jener Vorfall am Disneyland Paris,
bei dem ein Mann unter großem Sicherheitsaufgebot in einem der anliegenden
Hotels festgenommen wurde, nachdem
Mitarbeiter bei ihm infolge einer Gepäckkontrolle Waffen, Munition sowie
einen Koran gefunden hatten. Auch
wenn sich die Situation infolge der anschließenden Ermittlungen sowie einer
Überprüfung der Kommunikationsdaten des Verdächtigen zügig aufklären
ließ, stellen sich viele Inhaber und Betreiber von Freizeitparks, Erlebnisbädern und auch anderen gut besuchten
Freizeitanlagen und Ausflugszielen die
Frage: Wie müssen wir auf derartige Ereignisse reagieren? Sind wir vor einem
Anschlag sicher? Reichen die Schutzmaßnahmen aus?

global wachsender Terrorgefahr überhaupt noch gewährleistet werden?

Besser Vor- als Nachsicht

Zu den wichtigsten Schritten hierbei
gehört zum Beispiel, im Rahmen eines
Aufklärungskonzepts durch spezialisierte Sicherheitskräfte die Örtlichkeiten sowie deren Umgebung in gleichmäßigen
Abständen auf Veränderungen zu überprüfen, Gefahrenquellen sowie Unregelmäßigkeiten auszumachen und Auf-

Geheimdienste und Polizei warnen bereits seit einiger Zeit vor groß angelegten Anschlägen in Europa. Dabei gelten
Orte, an denen sich viele Menschen zeitgleich aufhalten, als besonders risikobehaftet. Doch kann Sicherheit in Zeiten
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Um die Wahrscheinlichkeit eines Anschlags möglichst gering zu halten, sollten die Geschäftsführer und Verantwortlichen von Freizeitanlagen unbedingt auf
eine Zusammenarbeit mit Unternehmen
setzen, die auf das Erstellen von individuellen Sicherheitskonzepten sowie
deren Umsetzung spezialisiert sind. Dabei ist es wichtig, sich einen Partner mit
entsprechenden Kompetenzen zu suchen,
denn die fachliche, technologische und
soziale Kompetenz erfahrener Mitarbeiter ist die Voraussetzung für maximale
Sicherheit. Nur so kann von der ersten
Gefahrenanalyse bis zur Entwicklung
umfassender Strategien letztlich ein auf
die aktuellen Gegebenheiten abgestimmtes Konzept erarbeitet werden. Schließlich geht es nicht nur darum, auf das
Schlimmste vorbereitet zu sein und auf
ein Notfall-Krisenmanagement zurückgreifen zu können, sondern vor allem
mithilfe präventiver Maßnahmen einem
möglichen Anschlag entgegenzuwirken.

fälligkeiten festzuhalten. Hierzu zählen
etwa Personen, die sich auffällig verhalten und in keinem direkt ersichtlichen
Zusammenhang mit dem Tagesgeschäft
stehen oder aufgrund täglich wiederkehrender Handlungsabläufe hervorstechen.
Ein Beispiel hierfür wäre etwa, dass
jeden Tag zwischen 17 und 18 Uhr ein
dunkelblauer Kleinwagen mit einem
blonden Mann auf dem Fahrersitz am
Hintereingang parkt. Gibt es eine einfache Erklärung hierfür oder handelt
es sich um eine bedenkliche Situation?
Das gilt es in Erfahrung zu bringen und
aufzuklären. Die Ausrichtung dieses sogenannten Basiskonzepts ist dabei aufklärerisch, denn so können mögliche
Schwachstellen im Vorfeld erkannt, mitgeteilt und bestenfalls eliminiert werden.
Je nach Umfeld und Gefährdungslage ... nicht in
jedem Fall ist die Sichtbarkeit des ,,Rüstzeugs" zur
Beruhigung der Gäste geeignet.

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