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EuroAmusement Professional 3-2017-Leseprobe

Seite 28 EuroAmusement Professional 3-2017-LeseprobeWaterParks

Premiere im Miramar Weinheim:

Erster Indoor-AquaCrater
eröffnet
Bereits seit Oktober 1973 steht das
Weinheimer Freizeit- und Erlebnisbad Miramar seinen Gästen offen. Mit
der Erweiterung um drei Riesenrutschen und der Eröffnung eines DoppelLoopings im Jahr 2012 (vgl. EAP 5/12)
katapultierte sich das Freizeit- und Erlebnisbad an die Spitze der beliebtesten
Erlebnisbäder in Baden-Württemberg
und wurde zu einem Rutschen-Mekka
für Erlebnisbad-Fans aus ganz Europa. Der kunterbunte Rutschenturm,
für dessen Gestaltung der Weinheimer
Künstler Karsten Kruse verantwortlich
zeichnet, wurde bereits beim Bau für
eine Erweiterung ausgelegt.
Im September 2016 war es dann endlich
soweit und die ersten Bagger rollten an,
um für eine Neuheit auf dem deutschen
Rutschenmarkt Platz zu machen. Der bereits aus dem Freibad des tschechischen
Aqualand Moravia (vgl. EAP 6/13) bekannte AquaCrater der Aquarena GmbH
aus Jettingen ist eine Kombination aus
normaler Reifenrutsche und einem liegenden Riesen-Trichter, in dem man hin
und her schwingt, um am Ende in eine
finale Röhre zum Auslauf geleitet zu
werden. Die Herausforderung im Miramar Weinheim bestand vor allem darin,
die bis dato nur für den Outdoor-Bereich
konzipierte Attraktion für den Ganzjahreseinsatz tauglich zu machen.
62 EuroAmusement Professional 3/2017

Anders als bei den von ProSlide bekannten Tornados entschied man sich zur
Überdachung des AquaCraters für ein
Flachdach statt eines gewölbten Überbaus. In die Decke und die flache Rückseite sind zahlreiche Daylight-Holes
mit verschiedenen Farben eingearbeitet,
sodass für jede Menge Licht im Inneren
des AquaCraters gesorgt ist. Bei entsprechender Sonneneinstrahlung ,,hat man
das Gefühl, in einer Kathedrale zu sein",
so Christian Bierth, Betriebsleiter des
Miramar Weinheim.
Der Start der neuen Riesenrutsche
,,Twister" befindet sich im Rutschenturm
ganz oben ­ los geht es aus über 16 Metern Höhe. Gerutscht werden darf ausschließlich mit den Vollgummi-Reifen,
die auch bereits bei der AquaRacer und
bei der Reifen-Trichterrutsche im Bad
zum Einsatz kommen. Prinzipiell wären
auch Doppelreifen möglich. Im Miramar
Weinheim hat man sich jedoch gegen
diese Option entschieden, um Unfälle
durch versehentliche Nutzung der Doppelreifen auf der Reifen-Trichterrutsche
zu verhindern.
Eine Ampelanlage sorgt dafür, dass sich
immer nur ein Badegast in der Rutsche
befindet. Nach dem Grünsignal geht es
durch die mit farbigen Daylight-Ringen
und -Spots ausgestattete Röhre, an deren

Im großen Cone fühlt man sich fast wie in
einer Kathedrale ­ die stimmige Beleuchtung
bringt das bunte Äußere nach innen und
bunte Daylight-Effekte sorgen in den Röhrenabschnitten für Abwechslung.

Ende ein steiler Drop in den AquaCrater führt. Dort schwingt man ­ je nach
Körpergewicht ­ erstaunlich weit nach
oben und pendelt dann mehrmals hin
und her. Dabei nähert sich der Rutschende immer weiter dem anschließenden
Röhrenelement, das einen nach insgesamt 150 Metern Rutschvergnügen sicher zum Rutschenauslauf bringt.
Der an der Stirnseite 13 Meter hohe und
18 Meter breite AquaCrater ruht auf einem massiven Beton-Fundament, die
17 Meter lange GFK-Konstruktion wird
von einem Gerüst aus 60 Tonnen Stahl
getragen. Für die Erd- und Fundamentarbeiten wurde die Firma Gjafa Bau
beauftragt, das Unternehmen war außerdem für den Bau der Landehalle mit Verbindung zum bestehenden Wellenbad
verantwortlich. Die Wasserzuleitungen
realisierte die ebenfalls in Mannheim
ansässige Donauer & Probst GmbH &
Co. KG. Die farbliche Gestaltung des
riesigen AquaCrater ­ die neue Rutsche
stellt selbst die bisher recht imposante
Doppel-Loopingrutsche deutlich in den
Schatten ­ wurde von Karsten Kruse
entworfen und umgesetzt.
Für die neue Attraktion im Miramar
Weinheim wurden zwei Mio. Euro in-

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