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EuroAmusement Professional 4-2017

Seite 80 EuroAmusement Professional 4-2017BadeWelten

Mit Attraktionen rüsten
Hotels in alpinen Regionen
zur Saisonverlängerung. So
auch das Hotel Schneeberg
in Südtirol, u.a. mit
einer Turborutsche mit
Fallklappenstart (li.).

Rutschst du
schon oder
badest du
noch?
Hotelanlagen: Nach
Wellness kommt der
Wasserspaß

Wer an Hotelanlagen in den Alpen denkt,
verbindet damit womöglich primär Skifahren, luxuriöse Wellnessangebote und
zünftige Hüttenatmosphäre. Mittlerweile
offerieren zahlreiche Hotelbetriebe allerdings viel mehr als das ­ schon längst genügt es nicht Angebote bereit zu halten,
die sich auf Wintersport oder Erholung
für Erwachsene beschränken. Da der
Wintersport naturgemäß auf die kalte
Jahreszeit begrenzt ist, haben viele Betreiber von Hotelanlagen in den letzten
Jahren nach Möglichkeiten der Saisonverlängerung gesucht. Der Trend geht
nunmehr zu ganzjährig nutzbaren Angeboten, die einen äquivalenten ThrillFaktor zum anspruchsvollen Wintersport
bieten. Statt zu Ski und Snowboard greifen die Hotelgäste zunehmend zu Bikini
und Badehose ­ immer mehr Hotels setzen auf familienfreundliche Wasserangebote mit Action-Attraktionen. Vor allem
in Österreich, der Schweiz und Südtirol
lässt sich diese Entwicklung beobachten.
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Alpenregion als Trendsetter
Österreich ist in dieser Hinsicht sogar als
Vorreiter und Trendsetter zu bezeichnen.
So konnte in den letzten Jahren allein die
Firma Aquarena bereits rund 50 bis 60
Hotels mit Rutschen und Wasserattraktionen ausstatten. Manfred Schmudermayer, GF der österreichischen Dependance
der Aquarena Freizeitanlagen GmbH,
weiß zu berichten, dass bereits vor
Jahrzehnten erste Hotelanlagen der
Falkensteiner-Gruppe mit Attraktionen
ausgestattet wurden. Der eigentliche
Umdenkprozess habe allerdings erst vor
wenigen Jahren begonnen: Eines der
ersten Hotels, welches den Schritt in
Richtung Erlebnis-Wasserwelten wagte,
war das Stock 5-Sterne-Resort im österreichischen Finkenberg. ,,Dieses hat
bewusst auch für die Zielgruppe Kinder,
Jugendliche und Familien ein Angebot geschaffen, ohne dabei den Status
als Top-Wellnesshotel zu verlieren", so

Schmudermayer. Vielmehr werde den
Gästen dadurch ein umfangreiches Angebot an Aktivitäten geboten und man
schaffe damit eine enge Kundenbindung.
Weitere ,,Trendsetter" auf diesem Gebiet
sind die Kinderhotels, welche bereits von
Natur aus Erlebnis-Attraktionen extra für
die jüngere Zielgruppe bereithalten.
Bemerkenswert ist in dieser Hinsicht der
beschauliche Ort Gerlos in Tirol. Gerade
einmal 800 Einwohner zählt die Gemeinde im Zillertal ­ und doch gibt es hier
drei Hotels mit Rutschenanlagen. Das
Hotel Alpenhof wartet mit einer BlackHole-Wasserrutsche von Aquarena auf,
das Hotel Almhof mit einer gelben Röhrenrutsche desselben Herstellers. Keine
zweihundert Meter weiter befindet sich
das Familienhotel Kröller, welches erst
im Jahr 2016 eine neue Polin-Rutschenanlage mit vier unterschiedlichen Bahnen in Betrieb genommen hat.

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