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EuroAmusement Professional 4-2017

Seite 69 EuroAmusement Professional 4-2017BadeWelten

Umsatzentwicklung gesamt
Gastronomie

Der Blick auf die Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres
Sauna
bietet fast uneingeschränkt Grund zur Freude: Bei 65 Prozent
der Teilnehmer sind die Umsätze (stark) gestiegen, bei 23 ProShop
Auswertung der EWA-Mitgliederbefragung/Trendanalyse für das
zent unverändert geblieben und nur bei 12 Prozent zurückge-Geschäftsjahr 2016
Kursangebote
gangen. (Chart 6)
Vergleicht man (siehe nachfolgende Tabelle) die Besucherzahlen mit der Umsatzentwicklung, bestätigt sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die äußerst erfreuliche Tatsache, dass
Abbildung 9: Umsatzentwicklung 2016
die Umsätze tendenziell stärker angestiegen sind als die Besucherzahlen. So konnten sich insgesamt 79 Prozent der Teilneh4%
27%

Treatments
Fitness
Veranstaltungen
0,00

20,00

negativ

8%
23%

stark rückgängig
leicht rückgängig
konstant
gestiegen
stark gestiegen

38%

Chart 6: Umsatzentwicklung 2016

mer über konstante oder gestiegene Besucherzuwächse freuen,
und 88 Prozent der Mitgliedsbetriebe über entsprechende Umsatzzuwächse. Hier sticht vor allem die überproportional hohe
Zahl an Teilnehmern ins Auge, die angaben, dass ihre Umsätze
,,stark gestiegen" seien.

40,00

60,00

neutral

80,00

positiv

Chart 7: Tendenzen der Umsatzentwicklung/Nebenangebote 2016 (in Prozent
der Nennungen)

Konkurrenzsituation
Im Jahr 2016 beurteilte die überwiegende Mehrheit (85,4 Prozent = minus 1,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) der Befragten
die Konkurrenzsituation im eigenen Einzugsgebiet als gleichbleibend. Lediglich für 14,6 Prozent (plus 1,5 Prozentpunkte)
hat sie sich verschlechtert. Keiner der Antwortenden sah für
sich eine Verbesserung.
Als wesentliche (neue) Konkurrenten in ihrem Umfeld nannten die Badbetreiber:

Freizeitbäder,
Fitness- und Wellnesseinrichtungen,
Tabelle 2: Vergleich Umsatz- und Besucherentwicklung
Vergleich Umsatz- und Besucherentwicklung 2016
Saunalandschaften,
Stark rückläufig rückläufig konstant gestiegen Stark gestiegen
Sonstige,
stark rückrückläufig
konstant
gestiegen
stark gestiegen
Besucher läufig 2%
18%
21%
52%
6%
Shopping Malls,
Umsätze
4% 18 %
8%
23%
37%
27%
Besucher
2%
21 %
52 %
6%
Family Entertainment Center.
Umsätze
4%
8%
23 %
38 %
27 %

Somit sehen die Teilnehmer der Befragung in erster Linie die
Über die Gründe kann an dieser Stelle nur gemutmaßt werden, Konkurrenz ,,in den eigenen Reihen" ­ sei es durch Neueraber angepasste Preise bei den Haupt- und Nebenleistungen öffnungen, oder auch durch Investitionen in Attraktivierungsin Kombination mit der von den Teilnehmern beobachteten maßnahmen bestehender Bäder. Andere Freizeiteinrichtungen,
steigenden Nachfrage nach spezifischen, zum Teil hochprei- die zumindest thematisch ähnlich ausgerichtet sind, rücken zusigen Angeboten, die das persönliche ,,Wellbeing" der Gäste nehmend in den Fokus der Betreiber. Branchenferne Freizeitfördern, weisen vermutlich die Richtung.
destinationen sind in der Wahrnehmung wieder etwas weniger
stark präsent als noch vor Jahresfrist. Dies zeigt, dass sich angesichts des relativ gut gelaufenen Geschäftsjahres der Blick
Umsatzentwicklung der Nebenangebote
der Bäderbranche wieder mehr auf die unmittelbaren Wettbewerber aus dem Sport-, Wellness- und Gesundheitssektor richWährend bei den ,,Dauerbrennern" (Gastronomie, Sauna und tet als auf die gesamte Freizeitbranche, die eben auch Kinos,
Shop) auch 2016 überwiegend steigende Umsätze verzeichnet Outlets und Shopping Center umfasst.
werden konnten, stagnierte die Entwicklung bei den zumeist
© EWA klassischen Nebenangeboten. Josephsplatz 4, D-90403 Nürnberg
weniger European Waterpark Association 2017,Nach den ,,Top3" über- Ein Vergleich Seite 8letzten acht Jahre zeigt relativ deutlich,
der
wogen tendenziell unveränderte Umsätze. (Chart 7)
dass die Konkurrenzsituation von den meisten Teilnehmern
immer mehr als gefestigt bzw. unverändert wahrgenommen
Erfreulich ist hierbei, dass der Anteil der Befragungsteilneh- wird. Waren es 2009 erst 44 Prozent, die ihre Konkurrenzsimer, die in dem einen oder anderen Profitcenter rückläufige tuation im Einzugsgebiet als konstant beschrieben, galt dies
Umsätze verzeichnen mussten, mit maximal 10,5 Prozent der in 2011 schon für 73 Prozent, und 2015 für 86,8 Prozent der
Nennungen verhältnismäßig klein blieb.
Betreiber. Gleichzeitig geht die Anzahl derjenigen, welche
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