< Seite 69
Seite 71 >

Seite 70

EuroAmusement Professional 4-2017

Seite 70 EuroAmusement Professional 4-2017Abbildung 12: Entwicklung der Konkurrenzsituation im Jahresvergleich (Prozent der Nennungen

BadeWelten

90
80
70

eine Verschlechterung der Wettbewerbsposition feststellen, langsam aber stetig zurück.
Hierbei beschrieb 2009 noch knapp die Hälfte
der Befragten ihre Situation als verschlechtert,
2010 waren es weniger als ein Drittel der Befragungsteilnehmer. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Wert mit 14,6 Prozent nur minimal
über dem Tiefststand von 2015. Zum dritten
Mal seit 2009 hat jedoch kein Teilnehmer mehr
eine Verbesserung seines Marktumfeldes konstatiert. (Chart 8)

60
50
2010

40
30

2012

20

2014

10
0

2016

Dies lässt den Schluss zu, dass durch die in
den letzten Jahren entstandene Marktsättigung,
aber auch durch die entsprechenden Reaktionen Chart 8: Entwicklung der Konkurrenzsituation im Jahresvergleich (Prozent der Nennungen)
der Teilnehmer darauf ein gewisses ,,Kräftegleichgewicht" entstanden ist und dass die allgemeine Dyna- ihre Anlage investierten, nur geringe Schwankungen auf und
mik auf dem Markt der Freizeitangebote leicht rückläufig ist. stellte zugleich den kleinsten Anteil, wohingegen die Zahl der
Befragten, die mehr als 500.000 Euro pro Jahr ausgaben, in
den letzten Jahren stetig wuchs. Hier war ein deutlicher Trend
zu umfangreichen Attraktivierungen erkennbar ­ siehe nachErweiterungsinvestitionen
folgende Abbildung (10). Im Geschäftsjahr 2016 hingegen
Die Anzahl der Bäder, die im Geschäftsjahr 2016 in ihren Be- gestaltete sich diese Aufteilung innerhalb der Gruppe der intrieb investiert haben, ist mit 44 Prozent im Vergleich zu den vestierenden Bäder deutlich anders: Alle drei Bereiche liegen
beiden Vorjahren relativ konstant geblieben. Sowohl 2014 (47 mit Werten zwischen 29 und 38 Prozent relativ dicht beieinanProzent) als auch 2015 (45 Prozent) lag der Anteil der Teilneh- der. Auffällig ist der im Vergleich zu 2015 deutliche Anstieg
der Investitionen in der Größenordnung unter 500.000 Euro.
mer mit Erweiterungsinvestitionen nahezu gleichauf.
(Chart 10)
Das Investitionsvolumen lag bei 17 Prozent der Teilnehmer
unter 200.000 Euro und bei 12 Prozent zwischen 200.000 und Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierten die teilnehmenden
500.000 Euro. Es gaben aber erfreulicherweise auch 15 Pro- Bäderbetriebe vorwiegend in folgende Bereiche (Reihenfolge
Abbildungder Bäder an, im abgelaufenen Jahr mehr als eine halbe entspricht der Häufigkeit der Nennung): Saunaerweiterung
zent 13: Erweiterungsinvestitionen und Investitionssummen in 2016
Million Euro in ihre Anlagen investiert zu haben, womit dieser und -umbau, Sanierung/Attraktivierung Wassererlebnisbereich, Technik, Ausstattung, Gastronomie, Spa & Wellness,
Wert auf Vorjahresniveau blieb. (Chart 9)
Außenbereich, Kursangebote sowie in die Bereiche Fitness,
Kassensystem, Kinderbereich, Rutsche und Hotel.

17%
56%

44%

12%
15%

nein

200´

200´- 500´

500´

Chart 9: Erweiterungsinvestitionen und Investitionssummen 2016

Beim Vergleich der letzten Jahre ergeben sich, im Unterschied
zur kaum vorhandenen Veränderung zwischen den Investitionsunwilligen und -freudigen, deutliche Unterschiede innerhalb der Gruppe der investierenden Bäder: So überwogen in
der Vergangenheit (aufgrund regelmäßig notwendiger ,,Auffrischungen") stets die Investitionen bis 200.000 Euro ­ seit
2011 ging deren Zahl stetig zurück. Zugleich wies über Jahre
die Zahl derer, die zwischen 200.000 und 500.000 Euro in
70 EuroAmusement Professional 4/2017

Nach wie vor ist die Erweiterung und Sanierung des Saunabereiches die wesentliche ,,Baustelle" der EWA-Mitgliedsbäder.
Dahinter folgt auch in diesem Jahr mit den Wasserattraktionen resp. dem Wassererlebnisbereich ein klassisches Angebotselement. Zudem wurden die technische Infrastruktur und
die allgemeine Ausstattung aufgerüstet und ausgebaut.
Für 2017 planen 58 Prozent der Bäder in unserer Mitgliederbefragung Investitionen, wobei die Verteilung der geplanten Investitionssummen fast identisch zum Vorjahr ausfällt.
Demnach wollen 17 Prozent der investierenden Bäder unter
200.000, 14 Prozent zwischen 200.000 und 500.000 und 27
Prozent über 500.000 Euro ausgeben.
Die zu Protokoll gegebene Investitionsbereitschaft für das jeweils laufende Jahr hat sich in den vergangenen Jahren bei
diesen Werten eingependelt, sowohl hinsichtlich des Anteils
der investitionsbereiten Bäder von etwas über der Hälfte, als
auch hinsichtlich der eingeplanten Summen. Interessanter ist
hierbei jedoch, dass der nachträgliche Vergleich mit den dann
tatsächlich realisierten Investitionen im darauffolgenden Jahr
regelmäßig zeigt, dass letztlich weniger Teilnehmer als angekündigt die angestrebten Ausgaben getätigt haben.

zurück zum Anfang von "EuroAmusement Professional 4-2017"