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EuroAmusement Professional 2-2018-Leseprobe

Seite 28 EuroAmusement Professional 2-2018-LeseprobeBadeWelten

Die beiden grünen Röhren des Rutschenturms versprechen beim Anblick von außen jede Menge Spaß.

Fit für die Zukunft:

Die neue ,,Welle" in Gütersloh
Das Freizeitbad Welle in der nordrheinwestfälischen Stadt Gütersloh ist eine
von drei von den Stadtwerken an zwei
Standorten betriebenen Anlagen. Die
im Jahr 1992 eröffnete ,,Welle", die
mit der JärveSauna 2007/2008 eine
Modernisierung in Sachen WellnessAngebot erhielt, einerseits; und andererseits das Nordbad, das seit dem 2015
eröffneten Hallenbad-Neubau ein klar
strukturiertes, auf Schul-, Vereins- und
Sportschwimmen fokussiertes Angebot
bereithält. Zwar wurde vom Betreiber
zwischen 2002 und 2012 immer wieder
auch in das Freizeitbad Welle investiert
­ z.B. in neue Filter- und Steuerungsanlagen oder auch in den Kleinkind- und
Gastronomie-Bereich sowie in Rutschenverlängerungen ...
Dennoch war 2013/14 ein Punkt erreicht, an dem sich der Betreiber zu einer umfänglichen Kunden- und Potenzialanalyse entschloss. Denn die Zahlen
sprachen für sich: Die Kurve der Besucherzahlen war über mehr als ein Jahrzehnt beständig leicht rückläufig ... Die
Analyse ergab weiterhin, dass in dem
Einzugsgebiet mit mehr als 360.000
Einwohnern trotz des demografischen
Wandels auch weiterhin junge Leute
und Familien die Welle-Zielgruppe ausmachen würden. Eine Zielgruppe, die
sowohl ,,Spaß haben" wie auch ,,sich
wohlfühlen" als Hauptbeweggründe für
einen Freizeitbadbesuch angibt. ,,Zwar
konnten wir mit unserem Wellenbecken
weiterhin beim Publikum punkten, aber
das Rutschenangebot für Jugendliche
oder die Spielmöglichkeiten für Kinder
56 EuroAmusement Professional 2/2018

ließen uns in der Gunst der Gäste immer
mehr abfallen", so Stadtwerke-GF Ralf
Libuda. Eine Bestands- und Wettbewerbsanalyse ergab 2014/15 klar, dass
sich die Gäste Attraktivierung und
Ausbau insbesondere im Segment Erlebnis ­ dicht gefolgt von Entspannung
­ wünschten.
Bereits im März 2015 wurden die Überlegungen und erste Konzepte dem Aufsichtsrat vorgestellt ­ die frühzeitige
Einbindung der Gremien, von Politik
und Gästen ermöglichten letztendlich
eine stringente Erarbeitung eines an der
Realität orientierten Konzeptes, zu dem
schließlich im Mai 2016 der Aufsichtsrat seine inhaltliche Zustimmung geben
konnte. Mit den Plänen zur ,,Modernisierung und Attraktivierung der Welle"
war der Weg für Entwurfs- und Bauplanung geebnet. Und mit dem mutigen
Entschluss, das Gütersloher Freizeitbad
für die Zeit des Umbaus komplett zu
schließen, war nicht nur der Startschuss,
sondern auch der klare Zeitrahmen gesteckt: Ein Jahr gab sich der Betreiber
Zeit, seine umfassenden Maßnahmen
umzusetzen.
Etwas mehr als zwölf Monate blieb das
beliebte Freizeitbad am Stadtring Sundern geschlossen. Im Januar 2017 begann der Umbau im großen Stil. Rund
elf Mio. Euro wurden in die Attraktivierung der Badeanlage insgesamt
investiert. Am 23. Januar 2018 ­ rund
36 Kilometer Elektrokabel und 1.300
Kubikmeter Beton weiter ­ konnte die
Welle endlich wiedereröffnet werden.

Was der Gast nicht sieht: Effizientere
Technik sorgt nach dem Umbau in der
neuen Welle für deutliche Energiekostenoptimierung ­ laut Betreiber ist eine
Wärmerückgewinnung von rund 80
Prozent möglich.

Strukturiertes Angebot
Im Freizeitbad wurde die Beckenaufteilung im Kern beibehalten, das Bad präsentiert sich nun allerdings in frischem
Glanz. In die Jahre gekommene Bodenfliesen wurden großflächig durch hellen
Naturstein ersetzt. Das bestehende Freizeitbecken im Erlebnisbereich wurde
zu einem neuen Abenteuerbecken umgestaltet. Dazu wurde der vorhandene
Strömungskanal vergrößert und das
Becken mit Sprudelliegen sowie Wasserkanonen ausgestattet. Statt der zuvor
vorhandenen, nicht mehr zeitgemäßen
Steilrutsche führt nun eine kleine Edelstahl-Breitrutsche (Roigk) ins Wasser.
Das direkt nebenan liegende Wellenbecken erstrahlt dank neuer Fliesen ebenfalls in neuem Glanz, der Wave Pool
erhielt zudem neue Wellenprogramme
und eine Wasserkanone.
Wer dem Trubel des Hallenbades für
kurze Zeit entfliehen möchte, kann nun
ein Textildampfbad im Erlebnisbad nutzen. Dieses kommt mit 45 Grad Lufttemperatur und annähernd 100 Prozent
Luftfeuchtigkeit daher ­ die Gäste können währenddessen Farbwechsel-Effekte auf sich wirken lassen und danach die
integrierte Tropen-Dusche genießen.
Für Kinder entstand ein neuer Planschbereich mit wasserspeienden Figuren
und Fontänen (von Roigk). Die Besonderheit im Kinderbecken ist der soge-

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