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EuroAmusement Professional 3-2018-Leseprobe

Seite 32 EuroAmusement Professional 3-2018-LeseprobeParks
Anfang des Jahres erhielt Minnie
Mouse ihren persönlichen Stern auf
dem Walk of Fame in Hollywood.

gut ginge und deshalb entsprechende Investitionen erforderlich seien. Doch Irrtum ­ betrachtet
man die aktuellsten Geschäftszahlen, so kann
sich der Medienkonzern über die Ergebnisse
seiner Themenparksparte nicht beklagen.

Disney powert
Was erwartet uns 2018 und darüber hinaus?
Zahlen & Fakten
Disney powert. Und zwar so richtig! Denn der US-Familienunterhaltungskonzern klotzt, er kleckert nicht.
Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete die Walt Disney
Company bei einem Umsatz von 55,1 Mrd. US-Dollar einen
Jahresüberschuss von 8,98 Mrd. US-Dollar. Im ersten Geschäftsquartal 2018 stieg der Umsatz um 3,8 Prozent auf rd.
15,4 Mrd. US-Dollar. Mit 4,42 Mrd. US-Dollar verdiente das
Unternehmen 78 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des
Vorjahres.
Hinzu kommt nicht nur, dass dem Unterhaltungsriesen mit
der bevorstehenden Übernahme von 21st Century Fox ein
Milliarden-Deal gelungen ist (vgl. EAP-News v. 15.12.2017).
Auch in die Weiterentwicklung seiner Themenparks investiert das Unternehmen weiterhin massiv. Nun könnte man
zwar spekulieren, dass es den Freizeitparks von Disney nicht
46 EuroAmusement Professional 3/2018

Wie die Jahresbilanz 2017 zeigt, konnte der
Konzern seinen Umsatz im Segment der ,,Parks
and Resorts" im Vergleich zum Vorjahreswert
um acht Prozent auf insgesamt 18,4 Mrd. USDollar steigern. Und auch im ersten Quartal
des Geschäftsjahres 2018 (Quartalsschluss:
Ende Dezember 2017) erzielte das Unternehmen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum
eine Umsatzsteigerung für diese Sparte um
13 Prozent (auf 5,2 Mrd. US-Dollar). Ähnlich
positive Entwicklungen zeigen die operativen
Erträge der Themenparks ­ im vergangenen
Jahr verzeichnete Disney hier eine 14-prozentige Steigerung auf 3,8 Mrd. US-Dollar, das
jüngste Quartalsergebnis zeigt bereits einen
Anstieg von 21 Prozent auf 1,35 Mrd. US-Dollar. Übrigens: Alle anderen Unternehmensbereiche (Media Networks, Studio Entertainment
und Consumer Products & Interactive Media)
hingegen blieben bei den operativen Ergebnissen sowohl im letzten Geschäftsjahr als auch im
ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres
unter Vorjahresniveau. Nichtsdestotrotz (oder
gerade deshalb) plant Disney nach wie vor gegen Ende 2019 einen eigenen Streaming-Dienst
für Serien und Filme zu starten. Über den
Video-On-Demand-Service sollen nur solche
Formate angeboten werden, die auf den beliebten Marken von Disney basieren.

Das Wachstum in den Themenparks und Resorts sei auf Zuwächse sowohl des In- als auch des Auslandsgeschäfts zurückzuführen. Insgesamt werden hierfür gestiegene Besucherzahlen, erhöhte durchschnittliche Ticketpreise und höhere
Gastausgaben vor allem in den heimischen Parks, aber auch
im Disneyland Paris verantwortlich gemacht. Das Geschäft
mit den Kreuzfahrtschiffen und den Ferienclubs habe hierzu
ebenfalls beigetragen.
Mitte März dieses Jahres gab der Konzern übrigens eine Neugliederung seiner Unternehmensbereiche bekannt, die dazu
verhelfen soll, das Unternehmen strategisch besser für die
Zukunft aufzustellen. Wir berichteten in unseren EAP-OnlineNews v. 16.3.2018.
Die Liste der geplanten Investitionen in den Disney-Parks ist
lang: Und nicht nur in der Walt Disney World in Florida, sondern auch im Mutterpark in Anaheim, dem Disneyland Resort,
sowie in den anderen Disney-Parks außerhalb der USA ­ etwa

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