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EuroAmusement Professional 6-2018-Leseprobe

Seite 18 EuroAmusement Professional 6-2018-LeseprobeParks

Parc Spirou Provence
Der neue Freizeitpark in Südfrankreich

D

ie Entstehung eines von Grund auf
neuen Themenparks ist in Europa
eher selten. Erst recht, wenn eine große
Marke oder IP direkt in die Finanzierung
eines solchen Projekts involviert ist. Am
16. Juni wurde in Monteux, in der Nähe
von Avignon im Süden Frankreichs,
mit dem Parc Spirou Provence ein neuer Freizeitpark eröffnet, der insgesamt
zwölf Familienattraktionen rund um die
Welt der bekannten Comicfiguren von
Média-Participations, einer großen französischen Verlagsgruppe, beherbergt.
Mit Daniel Bulliard, dem Präsidenten
der SAS Parc Spirou, sprachen wir über
die Herausforderungen und anfänglichen Startschwierigkeiten, die dieses
einzigartige, französische Parkprojekt
für die Initiatoren mit sich brachte.
24 EuroAmusement Professional 6/2018

Eine lange und schwierige
Suche nach Investoren
Bereits im Jahr 2013 wurde das Parc
Spirou-Projekt auf Initiative von etwa
15 Privataktionären ins Leben gerufen ­ angeführt von Jean Patrick Demonsang, ehemaliger Chef eines großen Investmentfonds, und dem für die
Freizeitparkbranche begeisterten Unternehmer Éric Boura. Innerhalb von
zwei Jahren erstellte das Unternehmen
einen Businessplan, fand einen Standort
für die Umsetzung und erhielt die Baugenehmigung. Zwar hätte zu diesem
Zeitpunkt bereits mit den Bauarbeiten
begonnen werden können, doch etwas
Entscheidendes fehlte: die Finanzierungsgrundlage für das Projekt.

,,Bei der bloßen Erwähnung, dass es sich
um ein Freizeitparkprojekt handelte,
zeigten die Banken sich zögerlich. Deshalb bereitete es große Schwierigkeiten,
Investoren zu finden, während enorme
Kapitalmengen erforderlich waren, um
dieses Projekt realisieren zu können",
erklärt Bulliard. ,,Was letztendlich zum
Erfolg führte, war die Beteiligung des
Unternehmens Média-Participations. Die
Gruppe hatte zuvor bereits ein Lizenzabkommen unterzeichnet, was für den Park
erforderlich war, um die Comicmarken
nutzen zu können. Unter der Leitung von
Erik Euzen, Vice CEO Comics et Animation, brachte das Unternehmen sich dann
nach und nach im Laufe des Projekts immer direkter in die Entwicklung des Parks
ein. Er war es auch, der schließlich neue
Investoren ins Boot holte. So stiegen weitere Investoren mit in das Projekt ein, was
wiederum dazu führte, dass wir zunächst
eine Investition im Wert von 40 Mio.
Euro stemmen konnten, ohne die Kosten
für den Grundstückserwerb."
Letztendlich übernahmen die Banken
bei der Finanzierung einen Anteil von
15 Prozent, während private Investoren ­ hauptsächlich Unternehmer ­ die
verbleibenden 85 Prozent stemmten.
Auch dass Daniel Bulliard zur Zeit der
Finanzmittelbeschaffung sich und sein

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