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EuroAmusement Professional 6-2018-Leseprobe

Seite 36 EuroAmusement Professional 6-2018-LeseprobeFoto: H2O Herford

WaterParks

Darf's ein bisschen mehr sein?
Add-Ons: Wie Spezialeffekte und Hightech-Tools
das Erlebnis in Wasserrutschen verstärken
Seitdem Mitte der 70er-Jahre die ersten Großwasserrutschen in deutschen
Schwimmbädern installiert wurden,
hat sich die Angebotsvielfalt von der
einfachen Röhre oder Rutschrinne hin
zu spektakulären Hightech-Attraktionen gewandelt. Während Rutschen
früher eher nettes Beiwerk in einem
Sport- oder Freizeitbad waren und von
Erwachsenen als Kinder-Unterhaltung
,,abgestempelt" wurden, hat sich der
Rutschenspaß inzwischen als Lockmittel für Jung und Alt etabliert. Ähnlich
wie Fahrgeschäfte in Freizeitparks be-

Projektion Wasserfall:
Aufwändige Effekte
wie Wasserfälle mit
Projektion können
von spezialisierten
Herstellern zugekauft
und in die Rutsche
integriert werden.

60 EuroAmusement Professional 6/2018

sitzen die Attraktionen einprägsame
Namen und werden mit eigenen Logos
und auf die Rutschen zugeschnittenen
Marketingkampagnen beworben.
Rund um das Rutschvergnügen werden
mittlerweile ganze Erlebniswelten mit
umfangreicher Thematisierung und jeder Menge Technik entwickelt. Die erste Großwasserrutsche mit automatischer
Bewässerung wurde 1978 im Naturfreibad Wetter/Ruhr eröffnet. Die Doppelrutschenanlage mit zwei Bahnen aus
glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK)

Teil 1

wurde von Rolba-Nautic gebaut und
kommt bis heute lediglich mit einer Wasserpumpanlage aus, die das Wasser von
unten nach oben zum Start der Rutsche
pumpt. Vor allem Freibäder setzen auch
heute noch auf solche weniger kostenintensiven und wartungsärmeren Rutschen,
um im Sommer derartige Unterhaltung
für die Badegäste bieten zu können.
In ganzjährig nutzbaren Freizeit- und Erlebnisbädern hingegen hat sich das Bild
stark gewandelt. Wo früher mit Plexiglas
überdachte Anlagen Vergnügen bereiteten, stehen heute oftmals Röhrenrutschen
mit einer Vielzahl an Effekten und jeder
Menge Technik. Als kleinsten gemeinsamen Nenner haben fast alle Indoor-Rutschen eine Ampelanlage mit Zeit- oder
Sensorsteuerung, um den notwendigen
Sicherheitsabstand auf der Rutsche zu
bestimmen.
Die Palette an Effekten im Inneren der
Röhrenrutsche reicht von einfachen
Leuchtspots über Farbwechsel-Elemente, Lauflichter und Stroboskopen bis
hin zu großflächigen Laserprojektionen
und einer umfangreichen Beschallung.
Dazu kommen außerdem nicht-optische
Effekte wie Wasserfälle oder Nebel in

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