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EuroAmusement Professional 1-2019-Leseprobe

Seite 20 EuroAmusement Professional 1-2019-LeseprobeWaterParks

Add-Ons:

Wasserrutschen & Virtuelle Realität
Teil 2
Wasserrutschen sind mittlerweile weit
mehr als GFK-Teile mit Wasserdurchfluss. Schon längst hat sich umfangreiche Technik in den Wasserattraktionen
etabliert. Neben simplen Lichteffekten
sorgen zunehmend interaktive Touchpoints, Projektionen und ganze Wettkampf-Zeitmesssysteme für Unterhaltung
und abwechslungsreichen Rutschenspaß,
wie wir in Teil 1 unseres Beitrags bereits
dargelegt haben (vgl. EAP 6/2018). Die
Entwicklung steht jedoch nicht still und
die Hersteller versuchen, sowohl alte
Rutschen mit neuen Features aufzurüsten als auch neue Riesenrutschen noch
spektakulärer zu machen.

Mit der Brille durch die Röhre
Was im Kino und bei Highend-PCSpielern angefangen hat, ist mittlerweile
auch im Freizeitpark an Achterbahnen
zu finden: Virtual Reality-Anwendungen. Mittlerweile gibt es mehr als ein
Dutzend Achterbahn-Fahrgeschäfte, die
um die virtuelle Realität erweitert wurden und so den Besuchern ganz neue
Welten abseits der gestalteten Achterbahnstrecken bieten. Im einfachsten Fall
bekommt der Fahrgast vor dem Einstieg
eine VR-Brille auf den Kopf, setzt sich
in den Wagen und mit dem Losfahren
der Wagen wird in der VR-Brille ein
360°-Film abgespielt, der passend zum
Verlauf der Achterbahn für aufregende
30 EuroAmusement Professional 1/2019

Die Reifenrutsche ,,Scary Falls" im Outdoor-Wasserpark Aqualandia Jesolo war eine der ersten Rutschen,
auf der VR-Technologie zum Einsatz kam.

Abenteuer sorgt. Mit einem VR-Special
hatte EAP in Ausgabe 3/2017 ausführlich die Möglichkeiten dieser Technologie im Dialog mit Branchenexperten zuletzt erörtert. Besucher können in ganz
neue Welten eintauchen, mit Comic-Figuren durch verlassene Minen rasen und
virtuell durch die Lüfte gleiten ­ was
im Europa-Park mit dem neuen Eurosat
Coastiality-Erlebnis gelungen ist, zählt
zu den momentan besten Anwendungen,
da es die Achterbahnfahrt erstmals mit
einem Roam&Ride-Konzept verknüpft
(vgl. EAP 6/2018).

Während es bei Achterbahnen vergleichsweise einfacher ist, einen Medieninhalt
an das Fahrerlebnis anzupassen ­ Geschwindigkeit, Fahrdauer und der exakte
Streckenverlauf sind bekannt ­ sieht es
beim Thema Wasserrutschen ganz anders aus: Läuft der Film am Coaster stets
synchron mit den Wagenbewegungen,
um die Immersion so perfekt wie möglich zu gestalten, schaukelt der Badegast
,,unkontrollierter" durch die Röhre und
ist je nach Körperhaltung mal schnell
und mal langsam unterwegs. Bei Reifenrutschen ist diese Problematik ebenfalls

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