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EuroAmusement Professional 1-2019-Leseprobe

Seite 31 EuroAmusement Professional 1-2019-LeseprobeWolf Kropp-Büttner von Hachez (li.) und Frank
Müller-Wagner, Erlebniskontor GmbH, eröffneten
mit Stephanie Schaub das Chocoversum nach
einer kompletten Konzeptänderung.

auch strategisch immer den wichtigsten Stakeholder unserer Unternehmung ­ nämlich
den Gast und seine Erwartungen an uns ­ in
den Mittelpunkt zu stellen.
Unsere drei wichtigsten Stilgruppen im Chocoversum: ,,Caro Chocoholic", ,,Frank Familienvater" und ,,Ulrike Urlaub". Diese ,,Personen" haben wir
sehr stark charakterisiert und mit Bildern untermauert. Jeder
dieser Gäste kommt mit unterschiedlichen Erwartungen ins
Chocoversum. Wir kennen diese Bedürfnisse alle genau, unsere 450-Euro-Kräfte genauso wie unsere Eigentümer. Wir setzen sie für operative Trainings ein, aber auch für Entscheidungen bei Umbau-Plänen. Es mangelt uns allen ja nie an Ideen
für Konzeptänderungen oder Inhalten bei einer Führung. Die
Kunst ist es, das auszuwählen, was unsere Gäste begeistert. Es
wird zum Beispiel im Chocoversum nie Skulpturen aus Schokolade geben, die man sich nur anschauen kann. Unsere Gäste
wollen sich keine Kunst anschauen. Sie kommen zu uns, weil
sie Schokolade essen wollen, unsere Gäste wollen das Lebensmittel mit allen Sinnen genießen.
Für mich persönlich ist Service-Design der richtige Ansatz für
unsere Branche. Er unterstützt alle Management-Ebenen, den
Gast in seiner persönlichen Customer Journey zu verstehen
und ihn glücklich zu machen. Ich bin Feuer und Flamme für
dieses Thema, und falls jemand mehr über das Konzept erfahren möchte, bin ich jederzeit gesprächsbereit.
PP: Was dürfen die Gäste zukünftig im Chocoversum erwarten? Haben Sie schon weitere Pläne?
StS: Im Bereich der Prozesse und der Wirtschaftlichkeit haben
mein Team und ich in 2018 flexible Preise im Chocoversum
eingeführt. Das heißt unsere Eintrittspreise sind abhängig von
der Startuhrzeit der Tour und auch abhängig vom Buchungszeitpunkt des Gastes. Das war schon eine ziemliche Herausforderung, da wir zu den ersten in der Branche gehören, die
diesen Schritt gegangen sind. Wir werden hier noch mehr Zeit
und Geld investieren. Für uns ist das Thema Yield-Management im Ticketing-Bereich DAS Konzept der Zukunft.
Im Bereich des Erlebnisses werden wir vielleicht schon in
diesem Jahr ein Café eröffnen. Wir hoffen auf eine FlächenNutzungsänderung, denn aktuell haben wir keinen Platz für
Kaffee und Kuchen. Darüber hinaus fragen uns immer mehr
Gäste, ob man unsere Produkte, Präsente und neue Eigenmarken aus unserem Laden auch online kaufen kann ­ hier gehen
wir aktuell auch die ersten Schritte.
Im Großen träumen wir von einer Expansion unseres Chocoversum-Konzepts in andere Städte. Wir führen hier bereits erste Gespräche in anderen europäischen Städten. Es ist

schwierig, eine passende Ausstellungsfläche in der richtigen
Stadt zu bekommen, die unseren Erwartungen entspricht.
Falls also jemand diesbezüglich Ideen hat, bin ich offen für
Anregungen. Unser Konzept ist süß und unser Team fühlt
sich bereit für eine Expansion.
PP: Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch. Und viel
Erfolg für die schokoladige Expansion.

Stephanie Schaub, Managing
Director of Chocoversum
Petra Probst (PP): With a guest article in EAP 5/2018, Silke
Petzold from Erlebniskontor Hamburg presented the principles
of brand staging and brand communication in general from
her perspective as a consultant and developer. Chocoversum
­ eight years ago a kind of pilot project with exhibits from
the Bremer Universum ­ has now acquired a new and unique
character as a brand world. However, your facility still has
to prove its worth in competition with other leisure facilities.
What do you think makes Chocoversum special?
Stephanie Schaub (StS): The special aspect of a visit to
Chocoversum is that our guests always get to know us in the
form of a guided tour. They are guided through the exhibition
in 90 very tasty minutes by our chocolate guides, and can
even create their personal favourite chocolate. We aim to give
our guests a special treat in the form of enjoyment, fun and
our know-how on the subject of everybody's favourite food.
PP: How many visitors came to Chocoversum eight years
ago? And how have visitor numbers developed since the
relaunch in 2016?
StS: In its first year Chocoversum had major teething problems
due to concept errors in the area of visitor experience and
management. In 2011 the then operators received only 60,000
visitors. Since 2012 we have been operating the chocolate
museum as Wissenswelten Management GmbH. Thanks to

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