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EuroAmusement Professional-3-2019-Leseprobe

Seite 36 EuroAmusement Professional-3-2019-LeseprobeBadeWelten

Aqua Lounge 2019

Zusammenspiel
und 3. April 2019 im Hamburger Hotel
Hafen, um sich in interessanten Fachvorträgen und Diskussionen inspirieren und
informieren zu lassen.

Erfolgreiches Zusammenspiel: Seit acht Jahren
sind Sonja Redies (Profund Consult) und JensWilhelm Brand (Constrata) die ,,Köpfe" des
Veranstalter-Duos.

S

elbstdarsteller und Egoisten bringt
unsere moderne Gesellschaft leider
immer noch viel zu viele hervor ­ nachhaltig erfolgreich sind derartige Charaktere bzw. deren Managementstile
und Geschäftsmodelle allerdings glücklicherweise sehr selten bis gar nicht. Zusammenarbeit, Interaktion, Teamwork
und Kooperation sind der wahre ,,Stoff",
aus dem erfolgreiche Projekte in der
Wirtschaft heute ,,gemacht" sind ­ auch
in der Freizeit- und Bäderwirtschaft.
,,Zusammenspiel ­ Mehrwerte durch Digitalisierung, Inszenierung und Kooperation" lautete dann auch der Titel des Aqua
Lounge-Fachkongresses, der von der
Hamburger Profund Consult und der in
Bielefeld beheimateten Constrata Ingenieur-Gesellschaft in diesem Jahr bereits
zum vierten Mal gemeinsam organisiert
und veranstaltet wurde. 162 Teilnehmer
­ davon 63 Prozent zum wiederholten
Mal ­ aus fünf Ländern trafen sich am 2.
64 EuroAmusement Professional 3/2019

Das auch in diesem Jahr hervorragend
organisierte und thematisch strukturierte Kongressprogramm bot allen
Teilnehmern interessante Impulse für
die tägliche Arbeit und immer wieder
auch Gelegenheit zu fachlichem Austausch. Als Warm-Up sozusagen, lenkte
und dirigierte der Dirigent und Businesscoach Christian Gansch in einem
höchst unterhaltsamen und tiefgründigen Keynote-Vortrag die Zuhörer durch
seine Botschaft und vermittelte unter
Zuhilfenahme seiner kompletten musikalischen ,,Klaviatur", warum wir heute
­ auch oder besonders im Management
­ orchestrales Bewusstsein brauchen.
So wie ein Dirigent das Wechselspiel
verschiedener Kompetenzen ­ sprich
die Instrumente bzw. die Musikerteams
­ zusammenführen muss, sollten auch
Führungskräfte in der Freizeitwirtschaft
ihre Abteilungen zu einem harmonischen Ergebnis zusammenbringen. Denn
,,das Publikum zahlt für die Einheit, für
das perfektionierte Ergebnis. Das Publikum fragt nicht am Ende des Tages, wer
war schuld, wenn etwas schief ging. Das
Publikum interessiert sich nur für das
makellose Produkt", so Gansch. Gutes
Teamwork bedeutet deshalb laut Christian Gansch immer: ,,aufeinander hören,
voneinander lernen, miteinander handeln", denn ohne Information und Aus-

tausch gibt es auch kein Zusammenspiel.
Im Themenblock ,,Digitalisierung ­
vernetzt Planen und Betreiben" stellte
zunächst André Pilling, Geschäftsführer der DEUBIM GmbH das so genannte
Building Information Modeling (kurz:
BIM) ­ eine Methode der optimierten
Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und Bauwerken
­ vor, wobei alle bauwerksrelevanten
Daten mittels einer Software digital
erfasst, kombiniert und modelliert werden. Dies, so Pilling, ermögliche u.a.
eine Fehler- oder Kollisionserkennung
bereits in der Planungsphase, so dass
auch der Soll-Ist-Abgleich in der unmittelbaren Bauphase einfacher sei. Marc
Riemann, Leiter Bäderbetriebsmanagement bei den KölnBädern, versuchte
sich der Problematik Digitalisierung
von Betreiberseite zu nähern und berichtete aus seiner Operationssicht, was
es heißt, Bäder ,,smart" zu betreiben.
Hohen Praxis- bzw. Projektbezug boten
die Referenten des Themenblocks ,,Inszenierung ­ Zusammenspiel der Disziplinen", in dem Nils Berben, Director
Development beim Projektentwickler
M2Leisure, interessante Einblicke u.a.
in die aktuellen Planungen der PlopsaGruppe gab, die ihre Themenparks mit
weiteren Wasserpark- und Hotelprojekten komplettieren möchten. ,,Egal,
ob wir eine Center Parcs-Planung begleiten, Aqualagon im Villages Nature
in Paris entwickeln und beraten, einen
Wasserentertainment-Park in China pla-

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