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EuroAmusement Professional-3-2019-Leseprobe

Seite 41 EuroAmusement Professional-3-2019-LeseprobeBusinessReport

Triotechs 2015
erstmals vorgestellte
HandgestenTechnologie wird auch
im Legoland New York
als ,,LEGO NINJAGO
The Ride" zum Einsatz
kommen.

dem Namen ,,Wonder Mountain`s Guardian" eröffnete. Bereits zuvor hatte der
Anbieter mit der Lieferung interaktiver,
,,Kino-basierter" Produkte begonnen:
Der allererste ,,XD Dark Ride" ­ ein
3D-Kino mit Motion Seats und interaktiven Laserkanonen ­ ging 2011 an
den Filmpark Babelsberg bei Berlin
(vgl. EAP 5/2011). Dieses Produkt wurde später zum Verkaufsschlager in der
Branche.
Bis heute hat das Unternehmen den XD
Dark Ride weltweit bereits 200 Mal
verkauft ­ zuletzt an den Méga Parc
im heimischen Québec City (vgl. EAPNews v. 18.1.19), aber auch in Städten
wie New York, Paris oder Shanghai ist
diese Attraktion inzwischen zu finden.
Selbstverständlich brachte der Anbieter
auch neue innovative Technologien in
die Branche, zum Beispiel mit seiner
Handgesten-Technologie ,,MaestroTM",
die inzwischen in fast allen LegolandParks der Welt als ,,LEGO NINJAGO: The Ride" zu finden ist (vgl. EAP
2/2016). ,,Fünf bis sechs Monate pro
Jahr bin ich auf Reisen, schaue mir an,
was es zum Beispiel auf Computerfachmessen Interessantes zu entdecken gibt,
um von dort Inspiration ,mit nach Hause` zu nehmen und diese dann zusammen mit meinem Team in adaptierbare
Lösungen für den Freizeitpark-Markt
zu transformieren. So wie es mit unserer 2015 erstmals vorgestellten ,Hand
Gesture Technology` geschehen ist, die
wir bald in einem siebten Lego-Park
der Merlin-Gruppe installieren werden,
im brandneuen Legoland New York ",
erläutert Ernest Yale, der auf die Innovationsfähigkeit seines Unternehmens
besonders stolz ist.

Kosteneinsparungen durch
Turnkey-Lösungen
Mehr als 200 Mitarbeiter sind weltweit
bei Triotech beschäftigt, die meisten
davon am Hauptsitz in Montréal, aber
auch in Peking/China hat das Unternehmen eine Niederlassung sowie ein über
den Globus verteiltes Vertriebsteam. In
seiner R&D-Abteilung in Montréal designt der Anbieter seine Rides selbst, um
die einzelnen Komponenten in einem
weiteren Schritt bei Zulieferern aus der
Branche fertigen zu lassen und diese
schließlich in einer eigenen Werkshalle
in der Nähe der kanadischen Millionenmetropole zu montieren und schlüsselfertig an den Kunden auszuliefern ­ als
Turnkey-Lösung eben. ,,Wir sind kein
Fahrsystem-Hersteller, Sitzlieferant oder
Animatronic-Designer. Unsere Expertise besteht darin, alle wichtigen Elemente
eines Rides zusammenzubringen. Als
Turnkey-Provider treten wir seit etwa

fünf bis sechs Jahren auf. Gleichzeitig
verfügen wir seit ein paar Jahren über
ein eigenes Studio, in dem wir unsere
Software und Medieninhalte selbst entwickeln und produzieren", so Yale. ,,Ich
denke, für den Kunden und letzten Endes
vor allem für das Besuchererlebnis selbst
kann es nur von Vorteil sein, wenn die
Lösung aus der Hand eines Unternehmens kommt, das auch die Verantwortung dafür übernimmt, dass am Ende
alles läuft", fügt er hinzu.
,,Seit etwa drei Jahren bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, bereits im
Designprozess die von uns entworfenen
Attraktionen über virtuelle Modellierung
und Simulation parallel mitzuverfolgen ­
zumindest für die Attraktionen mittlerer
Größe ist das möglich. Auf diese Weise
kann der Kunde die Attraktion bereits
erleben, bevor überhaupt mit dem Bau
begonnen wird. Natürlich ist dieser Service zunächst auch kostenseitig aufwän-

Am Hauptsitz im kanadischen Montréal erwachen Triotechs internationale Projekte zum Leben. Weltweit
beschäftigt das Unternehmen mehr als 200 Mitarbeiter.
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