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EuroAmusement Professional 5-2010-Leseprobe

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Edutainment

An verschiedenen Stationen erleben
die Besucher im Salzbergwerk
Berchtesgaden Tradition und
Moderne der Salzgewinnung.

Glück auf!

Auf geht`s: Mit der Besucherbahn
gelangen die Gäste in das Innere
des Berges.

Erlebnisreiches auf den Spuren
des weißen Goldes
Salz galt früher als ,,weißes Gold", als
Luxusgut. Auch in der griechischen
Mythologie rankt sich eine Sage ums
weiße Gold: Neres, die griechische Göttin des Meeres, hatte demnach Salz dem
Vater des Achill zur Hochzeit geschenkt,
weshalb es seit der Antike als Göttergabe galt. Fest steht unabhängig von allen
Sagen & Geschichten, dass Salz ein
lebenswichtiges Element für unsere
Ernährung darstellt ­ sechs Gramm pro
Tag verlangt ein erwachsener Körper.
Und: Salz machte in frühen Zeiten jene
reich, die darüber verfügten und damit
Handel trieben. Erst das Zeitalter der
Industrialisierung ließ Dank neuer Abbaumethoden den Wert und die Bedeutung des Salzes im öffentlichen
Bewusstsein in Richtung Null schrumpfen. Und dennoch: Egal ob römischer
Kaiser zu Zeiten Jesu oder deutsche
Kanzlerin anno 2010 ­ alle brauchen,
und das seit jeher, jene besagten sechs
Gramm Salz täglich.
Das vorweg, um besser verstehen zu
können, weshalb vor wenigen Jahren
8,4 Mio. Euro ausgegeben wurden für
eine Untertage-Salz-Präsentation mit
dem schicken Namen ,,SalzZeitReise".

Bergmannstradition hautnah: Über zwei
Holzrutschen gelangen die Besucher tiefer
in das Salzbergwerk.

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Die Rede ist vom Mitte Mai 2007 eröffneten Erlebnisbergwerk Berchtesgaden
(nahe Salzburg), das jährlich rund
400.000 Besucher zählt. Tatsächlich, vor
dem Salzbergwerk herrscht reges Kommen und Gehen, das Interesse an der
rund anderthalbstündigen Vorführung ­
einer Mischung aus Entertainment, Edutainment und Infotainment ­ ist beträchtlich.
Die ,,Einkleidung" der Besucher in die
speziell für die SalzZeitReise geschaffene rustikale Bergarbeiterkluft aus grobem Material macht das Kommende
vorweg bereits authentisch ... ehe eine
,,alte" Grubenbahn Besucher durch teils
schmale und sehr enge Schächte tief in
den Berg hinein befördert. Die Fahrt
dauert mehrere Minuten ­ auch das
wirkt authentizitätsfördernd und steigert
die Neugier und Spannung erheblich.
Am Ende des Stollens und damit am
Ende der Fahrt finden sich die Besucher
in der ,,Salzkathedrale" wieder. Hier gibt
es nach einer kurzen Einführung und
Erklärung in Vergangenheit und Gegenwart des Salzbergwerks eine erste (kurze) Lasershow, die um ihre volle Wirkung entfalten zu können, durchaus eine
halbe Minute länger dauern dürfte. Eine
(erste) klassische hölzerne Bergmannsrutsche von 34 Meter Länge bringt die
Besucher in ­ wirklich! ­ rasanter Fahrt
eine Salzetage tiefer (eine später folgen-

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