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EuroAmusement Professional 1-2010-Leseprobe

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Edutainment

Fast alles, was man sich vorstellen kann,
kann man auch bauen ...

dan pearlman: Building Stories ...

Erlebnisarchitektur als
Ausdruck einer neuen Qualität

K

ieran Stanley sagte einmal, ,,Unsere Aufgabe ist es, Geschichten zu
erzählen!" ... und damit beginnt die
Geschichte: Kieran Stanley, ein Ire,
geboren in Cork, zieht es nach dem Studium in Dublin 1993 nach Hannover, wo
er als leitender Architekt eines Büros für
die Planung und Entwicklung verschiedener Projekte verantwortlich zeichnet ­
darunter auch für die Gesamtplanung
des Erlebnis-Zoos in Hannover. Später
wechselt er nach Berlin, gründet sein
eigenes Büro und nimmt von dort aus im
Jahre 2002 ,,Yukon Bay" im Hannoveraner Zoo als Generalplaner in Angriff. Yukon, das ist Kanadas immer
noch wilder und rauer Nordwesten ­ ein
Refugium besonderer Art, das vermutlich so ziemlich das letzte potenzielle
Abenteuer dieser Welt bereithält. Klondike lässt grüßen! Wobei ­ um Missver38 EuroAmusement Professional 1/2010

ständnissen vorzubeugen ­ der Ire,
Chefstratege und Chefdesigner in einem, als Motor Head einer rund 20-köpfigen Mannschaft agiert, bekannt als ­
so der Firmenname ­ dan pearlman.
,,Yukon Bay" soll deren Meisterstück
werden! Wir sind gespannt auf die Dramaturgie dieser Erlebniswelt, deren Eröffnung für Mai 2010 geplant ist. (Wir
werden in EuroAmusement Professional
darüber berichten.)
Zum Stichwort Dramaturgie erklärt
Kieran Stanley: ,,Dramaturgie und Interaktion sind essentielle Bestandteile unserer kreativen Planung. Dramaturgie
entsteht durch den Aufbau eines Spannungsbogens, durch überraschende und
unerwartete Momente, durch das Spiel
mit Gegensätzen wie Licht und Dunkel
und Weite und Nähe." Ein gutes Beispiel

ist der Eingang zur ,,Uhu-Burg" im Vogelpark Walsrode ­ das Spiel mit Licht
und Dunkel, Weite und Nähe ,,schließt"
sozusagen das Erlebnis auf. Aber auch
die Dramaturgie bei Yukon Bay folgt
eben diesen Stanleyschen Grundsätzen.
Lassen wir uns überraschen, wenn wir
ab Mai in Hannover den Eisbären beim
Schwimmen zuschauen können ...
Zum Zoo in Hannover pflegt der Protagonist dieser Geschichte seit vielen Jahren eine enge Bindung ­ wir erwähnten
es bereits: Damals, vor mehr als 15 Jahren, machte er sich alsbald mit den Plänen von Klaus-Michael Machens, dem
Geschäftsführer des Zoos, vertraut. Und
die gingen weiter, viel weiter, als jeder
Zoodirektor des alten Kontinents seinerzeit zu träumen wagte. Diese Pläne
waren ­ und sind es noch heute ­ eine

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