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EuroAmusement Professional 6-2010-Leseprobe

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Parks

20 Jahre B&M-Coaster

Das ,,Monster" im
französischen Walygator
Parc ist die jüngste
Installation von B&M.

Der ,,Batman"-Coaster
im Parque Warner ist
der meistverkaufte
Achterbahntyp
von B&M.

Ein ,,Monster" folgt unzähligen
Stahl-Riesen
Die Schiene ist weiß-rosa, an manchen
Stellen auch schwarz. Bei den Stützen
ist es nicht anders, manche sind gelb, die
meisten sind jedoch weiß. Der Eingangsbereich besteht aus einem neu
geteerten Weg, gesäumt von Bauzäunen
und Blumenrabatten. Die Station hat
bislang nur eine provisorische Dachkonstruktion. Und trotzdem sind bereits alle
begeistert, die das ,,Monster" zu sehen
bekommen. Der neue Inverted Coaster
im französischen Park Walygator überzeugt einfach durch schiere Größe und
ein gleichzeitig kraftvolles wie ruhiges
Fahrgefühl. Er vereint die bekannten
Werte einer Achterbahn des Schweizer
Unternehmens Bolliger & Mabillard mit
einem energetischen Fluggefühl.
Die Achterbahn spricht in ihrer ­ trotz
modernster Technik und spezieller
Schienenkonstruktion eines Inverted
Coasters ­ Reinform für sich. Es geht
um das Erlebnis. Und so ist es dann auch
nicht schlimm, dass es bislang nicht zu
einer Präsentationsform gereicht hat, die
der mitteleuropäische Parkbesucher
eigentlich erwartet.

Die ,,Black Mamba" im Phantasialand Brühl
wurde komplett in die Umgebung integriert.

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Das Monster wurde ­ vom Haupteingang des Parks aus gesehen ­ hinter dem
bisherigen Parkgelände auf dem seit
jeher bereit gehaltenen Erweiterungsgelände errichtet. Die Schaustellerbrüder
Claude & Didier Le Douarin, die den
Park betreiben, kauften die Bahn aus
dem inzwischen geschlossenen Expoland Japan. Vielleicht erklären die fremde Kultur des ursprünglichen Standortes

und der dortige Geschmack die teils rosa
Farbgebung. Den Investoren jedoch
muss bescheinigt werden, dass sie mit
diesem Zukauf nicht nur das Angebot
des Parks bemerkenswert erweitert, sondern auch den Wiederaufbau sauber
über die Bühne gebracht haben. Die
Bahn fährt sich wie neu.
Unterstützung gab es übrigens durch
Mittel des europäischen und nationalen
Strukturfonds, mit dessen Hilfe die zahlreichen Fundamente finanziert wurden.
,,Orochi", so der einstige Name der
Bahn im Expoland, wurde 1995 in Betrieb genommen und ist, von Veränderungen in der Stützenstruktur abgesehen, ein Nachbau von Cedar Points
,,Raptor", dem ersten überdimensionalen Inverted Coaster von B&M. Bereits
1992 war dieser innovative Achterbahntyp als Antwort auf die überschlaglosen
Suspended Coaster durch ,,Batman" in
SixFlags Great America von den Schweizern eingeführt worden.
In SixFlags Great America steht auch
das Erstlingswerk der Schweizer Firma:
,,Iron Wolf", ein Stand-Up Coaster. Für
den Umstand, dass Walter Bolliger und
Claude Mabillard mit diesem speziellen
und in der Planung nicht gerade unproblematischen Achterbahntyp die Firmengeschichte begannen, gibt es eine einfache Erklärung. Sie hatten bereits an den
entsprechenden Projekten von Intamin/
Giovanola mitgewirkt und kannten sich
deshalb bestens mit der Materie aus.

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