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EuroAmusement Professional 6-2009-Leseprobe

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Parks

Mal links, mal
rechts ... Die
Geschwindigkeit
kann von den Fahrgästen teils individuell gesteuert
werden. (Fotos:
Karl-Heinz Ochs)

Das ,,Junior-Team":
Antje Damerau
und Henrik Pott
freuen sich über
ihr ,,Geburtstagsgeschenk".
(Foto: M. Gänserich)

ten sich zum Beispiel einige Fahrelemente als unpraktisch heraus. Umstände, wie Sie beim Bau von Prototypen
weltweit immer wieder vorkommen,
begleiteten auch den Bau des TurboDrachen. Zum Glück zeigte der Kunde
professionelles Verständnis ­ ganz nach
dem Motto: Wer etwas ganz neues, noch
nicht da Gewesenes haben möchte, muss
mit eventuellen Anfangsproblemen umgehen können. Da die Prototypen-Entwicklung allgemein bereits ein Teil der
40-jährigen Geschichte des Familienunternehmens ist, konnte die Betreiberfamilie gelassen bleiben ­ sah man doch,
dass ABC-Geschäftsführer Willy Walser
ebenfalls höchst engagiert an der Vervollkommnung der Anlage arbeitete.
,,Aufkommende Fragen und Probleme
zeitnah zu lösen, stand bei uns ganz
oben auf der Prioritätenliste. Und dafür
standen wir auch im ständigen Kontakt
mit der Familie Pott, die uns mit großer
Professionalität zur Seite stand", erinnert sich Willy Walser.
Wie bei den meisten Inverted Coastern,
ist auch beim Turbo-Drachen die Aufhängung der Gondel an der Schiene die
schwierigste Aufgabenstellung. Im Gegensatz zu den meisten Inverted Coastern, ist der Turbo-Drache ein so genannter Powered Coaster, dessen Geschwindigkeit von den Fahrgästen zu
einem gewissen Teil selbst beeinflusst
werden kann. Dabei gibt es im Streckenverlauf sowohl Steigungen von bis zu

17 Prozent als auch Gefälle von bis zu
15 Prozent. Die Gondeln ­ für bis zu
zwei Erwachsene und ein Kind ausgelegt ­ absolvieren die insgesamt
450 Meter lange Strecke mit einer Seitenneigung von bis zu 55 Grad. Rund
500 Personen können pro Stunde mit
den sechs schnittigen Drachen auf einen
Rundflug geschickt werden und haben
anschließend die Möglichkeit, ein Erinnerungsfoto vom Video Image-Fotosystem zu erwerben. Die Gondeln haben
insgesamt 16 so genannte ,,Sidefriction
Wheels", vier Laufräder und zwei mittels Motor angetriebene Luftreifen, die
auf einer Schiene in Form eines ,,I" für
die Führung sorgen. Um die durch die
Fliehkräfte in Kurven ausschwingenden
Gondeln zu dämpfen, gibt es luftgekühlte hydraulische Schwingungsdämpfer.
Beim Soft-Opening des Turbo-Drachen
­ die offizielle Eröffnung plant Potts
Park zu Saisonbeginn 2010 ­ bewies die
kleine Achterbahn, welches Potential in
diesem Konzept steckt. Bis zur nächsten
Saison wird nun ein Feintuning erfolgen: Die Geschwindigkeit soll um bis zu
20 Prozent erhöht werden und Soundmodule sollen dann für die entsprechende Geräuschkulisse während der Fahrt
sorgen. Der lange Streckenverlauf mit
der Fahrzeit von knapp eineinhalb Minuten begeisterte die Besucher des Potts
Park schon jetzt durchweg. Vor allem die
Tatsache, dass bereits Kinder ab 1,10 Meter Körpergröße mit der Bahn fahren

können, ist nicht nur Ausdruck der Familientauglichkeit der Anlage, sondern
auch für zukünftige Kunden ein gutes
Argument. ABC schickt sich offensichtlich an ­ nach den zwei Tube Coastern (im Trampolino und im niederländischen BillyBird Park) ­, bei den Familienachterbahnen nun auch im Segment
der Powered Coaster ein Wort mitreden
zu wollen. (ChA)
Ready for Take-Off:

Turbo Glider at Potts Park!
A new, unprecedented attraction for a
company's 40th anniversary? The family-run enterprise Pott fulfilled this wish
and contracted ABC Rides with the construction of a totally new attraction
called the "Turbo Glider". Everything
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