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EuroAmusement Professional 6-2009-Leseprobe

Seite 22 EuroAmusement Professional 6-2009-LeseprobeEAP-06-09-Umbruch:layout 02.11.09 10:31 Uhr Seite 60

Edutainment

Klimahaus Bremerhaven:

Der Gebäudekomplex des Klimahauses in Bremerhaven wirkt wie
ein im Hafen eingelaufenes Schiff.

In fünf Stunden um die Welt
S

o mancher, der das Ende Juni eröffnete Klimahaus in Bremerhaven erstmals besucht, wird zunächst verblüfft stutzen und sich fragen, ob ihm die Optik des Hauses nicht irgendwie bekannt vorkommt. Richtig, der Bremer Architekt Thomas Klumpp, der bereits für den Bau des vielbesuchten Bremer Science Centers Universum verantwortlich zeichnete, hat
mit dem Klimahaus nun sein Meisterwerk geschaffen: Es ist
rund, zwar nicht so rund wie die Erde, aber ähnlich rund wie
ein Regentropfen. Man kann die Entscheidung, Klumpp für
das Klimahaus zu beauftragen, schlicht als Glücksgriff sehen.
Das bekannte hanseatische Unternehmen Petri & Tiemann,
Betreiber des Universums wie auch nun des Klimahauses,
wird sicher eine ,,Aktie" an dieser klugen Entscheidung haben. Sie ist auch deshalb stimmig, weil Universum und Klimahaus als komplementäre Science Center gesehen und entsprechend vermarktet werden können und die (inhaltliche) Verwandtschaft der
beiden Häuser
KlimahausGeschäftsführer
Arne Dunker hat
allen Grund zur
Freude: Bereits in
den ersten zwei
Betriebsmonaten
kamen mehr als
200.000 Besucher.

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auf diese Weise umso deutlicher zu Tage tritt. Grandios ­ nicht
nur bei Sonnenschein ­ die mit 4.700 gewölbten Glasscheiben
,,dekorierte" Fassade der 11.500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche des Klimahauses.
Im Gesamtkonzept des Science Centers, das wir unseren Lesern schon frühzeitig (siehe EAP, Heft 6/2007) vorgestellt hatten, gilt das große Besucherinteresse der ,,Reise". Die ihr
zugrunde liegende Idee, die Welt bzw. das Weltklima am Längengrad 8° Ost zu erkunden und abzubilden, ist so einfach wie
genial! Ein perfektes und sehr einprägsames Bild, das reichlich Spannung beim potenziellen Besucher erzeugt!
Die rund vier- bis fünfstündige ,,Weltreise" entlang des achten
Längengrades führt von Bremerhaven nach Isenthal, einem
Schweizer Alm-Dorf mit Hochgebirgsklima, weiter nach Sardinien, wo bei 30 Grad ein leichter Kräuterduft in der Luft
liegt ­ Düfte gehören überhaupt zur sinnlichen Wahrnehmung
der verschiedenartigen Landschaften und wurden entsprechend mit den ,,Duftregisseuren" von MagicBox konzeptioniert1. Weiter führt die Reise in die Wüste Nigers ­ bei dann
35 Grad und staubtrockener Luft. Feuchtheiß ­ bei ähnlichen
Temperaturen ­ wird es für den Besucher im tropischen
Regenwald von Kamerun, ehe das Thermometer im KöniginMaud-Land der Antarktis auf minus sechs Grad fällt. Diejenigen, denen der Temperatursprung zu groß wird, können sich
über Zwischenräume ,,akklimatisieren" oder auf ihrem Welt-

Die Düfte kommen so gut bei den Besuchern an, dass es in Kürze sogar Duftsouvenirs im Shop
des Klimahauses geben soll.

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