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EuroAmusement Professional 6-2009-Leseprobe

Seite 24 EuroAmusement Professional 6-2009-LeseprobeEAP-06-09-Umbruch:layout 02.11.09 10:31 Uhr Seite 62

Edutainment

,,Liebling, ich
habe die Kinder
geschrumpft!" ­
die zweite Reisestation Sardinien
lässt den Besucher durch eine
überdimensionierte Landschaft
wandeln.

gesagt: 99,9615 Prozent unserer Luft stellen andere Gase dar!
Wenn bei den Besuchern Angst aufgrund perfekt inszenierter
Klimakatastrophen-Szenarien die emotionale Oberhand gewinnt, ist nichts gewonnen! Vielmehr können Rückzug, innere
Emigration, Fatalismus oder gar Depression zu ständigen
Begleitern des Alltags werden, wenn eine Klimakatastrophe
gebetsmühlenartig ins Bewusstsein der Menschen geprägt
wird. Resiliente, sprich konstruktive Widerstands- sowie Veränderungskräfte und -motivationen können dann blockieren.
Von Seiten der Betreiber des Klimahauses werden jährlich
rund 600.000 Besucher erwartet. Ähnlich wie beim erfolgreichen Universum werden Besucher aus ganz Deutschland sowie unseren Nachbarländern Richtung Bremerhaven strömen.
Nordseeurlauber, die einen Schlechtwettertag für den Besuch
des Klimahauses nutzen, kommen als Spontanbesucher hinzu.
Bis Ende August kamen mehr als 210.000 Menschen in das
Klimahaus, darunter viele Kinder, Jugendliche und Schulklassen. ,,Individuell gestaltete Bildungsprogramme und Führungen sowie unser Klassenraum werden durch die frei zugängliche Mediathek perfekt ergänzt. Eine nachhaltige Wissensvermittlung durch vielfältige Ansätze ist uns besonders wichtig",
unterstreicht Klimahaus-Geschäftsführer Arne Dunker das
Anliegen des Betreibers.
Öffentlicher, per Pressekonferenz und Gegenpressekonferenz
ausgetragener Streit setzte kurz vor Eröffnung des Klimahauses ein: Es geht bei den Kontroversen sowohl um deutliche
Mehrkosten wie auch um Verzögerungen beim Bau ­ mehrfach musste die Eröffnung des Science Centers deshalb verschoben werden. Das alles ist unschön. Die Kosten für den futuristischen Komplex sind von ursprünglich 70 Mio. Euro auf
rund 100 Mio. Euro explodiert. Das ruft selbstverständlich
nach Offenlegung, Analyse und Transparenz.
Nichtsdestotrotz ist es den Machern gelungen, mit dem Klimahaus ein einprägsames Bild zum Thema Klima zu gestalten. ,,Ich glaube, dass mit dem Haus das Thema multisensuales
Erleben und gleichzeitige Wissensvermittlung auf einer ganz
neuen Qualitätsstufe gelungen ist, die mit Sicherheit nicht
überall umgesetzt werden kann und sollte; hier aber in Komplexität und Vielfalt neu erfunden wurde", fasste Silke Petzold,
Projektleiterin bei der Petri & Tiemann Beratungsgesellschaft,
nach der Eröffnung des Klimahauses ihre Eindrücke zusammen. (GF)
Learning by Doing: authentische Darstellungen
und Experimente zum Anfassen und Mitmachen!

62 EuroAmusement Professional 6/2009

Klimahaus Bremerhaven:

Around the World in Five Hours
Some who visit the Bremerhaven Klimahaus which opened in
late June will stop short in amazement and wonder if the
look of the building is a bit familiar. Bremen-based architect
Thomas Klumpp, who was responsible for the construction of
the well-frequented science centre in Bremen, the Universum,
has created his masterpiece with the Klimahaus. It's round,
too. Not quite as round as the earth, but round like a raindrop. The Bremen company Petri & Tiemann, operator of
the Universum and now also the Klimahaus, surely had a
"share" in this clever decision. Universum and Klimahaus
can be seen as complementary science centres and marketed
accordingly. What's magnificent ­ not only when the sun
shines ­ is the façade of the 11,500-square metre large
exhibition space of the Klimahaus that's been "decorated"
with 4,700 curved glass plates.
There is a high level of visitor interest in the area of the
"trip". The idea it's based on is both simple and ingenious:
to explore and map the world or global climate along the
longitude of 8°E. The four to five-hour "trip around the
world" along this longitude leads from Bremerhaven to Isenthal, a Swiss alpine village with a high-mountain climate, and
on to Sardinia, where a light herbal aroma lies in the 30° air.
The trip carries further on to the desert of Niger where 35°
and bone-dry air reign. Then things get hot and humid for
visitors in the tropical rainforest of Cameroon before the thermometer falls to -6° in the Antarctic Dronning Maud Land.
Those who find the jump in temperatures too abrupt can
"acclimatize" in the rooms in between, or avoid the Antarctic
entirely on their globetrot and instead head straight for the
coral reef of the Samoa, the next stop. After lingering in the
tundra of Alaska, guests head back to Bremerhaven via Hallig
Langeness on the North Sea. Space for further exploration is
offered at every stop and this gives guests the chance to try
out a wide range of interactive scenarios. Much like the

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