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EuroAmusement Professional 5-2009-Leseprobe

Seite 13 EuroAmusement Professional 5-2009-LeseprobeEAP-05-09-Umbruch:layout 28.08.09 9:34 Uhr Seite 17

Parks

Der erste seiner Art

Tranan ­ Der Kranich
ly Coaster von Vekoma präsentiert hatte,
blieben nicht mehr viele Möglichkeiten.
Johan Tidstrand, der nicht nur Chef der
Parkgruppe, sondern selbst auch Achterbahnliebhaber ist, bewilligte daraufhin
den Bau des weltweit ersten so genannten ,,Free Fly Coasters" von S&S Worldwide aus den USA ­ vielleicht auch teilweise aus eigener Neugier.

dere entsprechend unterhalb der Schiene. Dadurch ändert sich nicht nur spontan die Flughöhe, sondern aufgrund der
deutlichen Auslegerweite der Gondelträger auch der Kurvenradius. Gepaart mit
der ungewohnten Optik und der sehr
freien Sitzposition sorgt dies für einen
komplett familientauglichen, aber nicht
zu unterschätzenden Thrill-Faktor.

Pünktlich zu Saisonbeginn, der bei Sommerländern traditionell recht spät liegt,
eröffnete das Skara Sommarland unter
großem öffentlichem Interesse seine
neue Attraktion ,,Tranan" ­ den ersten
S&S-Free Fly Coaster. Das Konzept hinter dieser Bahn sieht große Wagen mit
zwei frei schwingenden Passagierträgern vor, die an ­ mit Luftpuffern gefederten ­ Horizontalträgern aufgehängt
sind. Getestet wurde dieses Konzept
bereits im Vorfeld an einem HerstellerPrototyp, der eigentlich nur aus zwei
Kurven bestand. Eine davon zeigte bereits ein Feature, das bislang nur bei den
,,4th Dimension Coastern" von S&S
zum Einsatz kam und auch zu einem definierenden Teil für den Fahrspaß bei
,,Tranan" wurde: Während der Kurve
verdreht sich die Schiene in Fahrtrichtung um 180°, so dass einer der beiden
Fahrgastträger in hohem Bogen über die
Schiene geschwungen wird und der an-

Die Fahrgäste sitzen jeweils zu viert, nur
durch einen Gurt ­ auf einem Sitz mit
vergleichsweise niedriger Rückenlehne ­ festgeschnallt hintereinander. Um
einen bequemen Einstieg zu gewährleisten, sind die Gondeln durch eine Schiene am Boden vor Schwingbewegungen
gesichert. Zudem befindet sich im Stationsbereich eine
Stange zwischen
der Schiene und
jeder Gondel, die
als Griff beim Hinsetzen und Aufstehen dient. Im
derzeitigen Betrieb

fahren die bis zu vier Wagen auf der
Strecke im Stationsbereich langsam stetig vorwärts, sofern es nicht zu Ablaufverzögerungen kommt. Auf diese Weise
ist die theoretische Kapazität der Bahn
von 960 Personen pro Stunde tatsächlich
erreichbar. Da die Schiene die beiden
Fahrgastträger voneinander trennt, hat
die Station zwei voneinander getrennte
Bereiche, zu denen sich die Warteschlange kurz vor Erreichen des Einstiegbereichs aufspaltet. Entsprechend
ist auch Personal für beide Seiten zum
Betrieb der laut Herstellerangaben
370,4 Meter langen und 18,3 Meter
hohen Bahn erforderlich.
Das Fahrgefühl ist nicht zuletzt durch
die frei schwingenden Gondeln und die
leicht schwingenden Fahrgastträger eigenständig. Verstärkt durch die Tatsache, dass die Passagiere dank der sehr
geringen Höhe der Wände der fast badewannenartig anmutenden Gondeln ge-

Je eine Gondel zu
beiden Seiten des
Kranichs bietet Platz
für jeweils vier
Personen.
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