< Seite 15
Seite 17 >

Seite 16

EuroAmusement Professional 4-2009-Leseprobe

Seite 16 EuroAmusement Professional  4-2009-LeseprobeEAP-04-09-Umbruch:layout 22.06.09 9:37 Uhr Seite 42

Bäder

Die größten Wasserwelten der Schweiz sollen
im aquabasilea entstehen.

M

it Wonne war in Basels Nähe
schon früher gebadet worden:
Drei oder ­ je nach Zählweise ­ gar vier
öffentliche Thermen standen den Einwohnern des römischen ,,Augusta Raurica" zum Vergnügen bereit. Vielfältig
wird auch das Angebot im Spaß- und
Wellnessbad von ,,aquabasilea" sein. Es
ist das Herzstück des 230 Mio. Franken
(ca. 150 Mio. Euro) teuren Großprojekts, zu dem auch ein Hotel, Ladengeschäfte und Büroflächen gehören. In
Pratteln gelegen, wenige Autominuten
von der einstigen Römerstadt und acht
Kilometer südöstlich der Kunst-, Messeund Chemiestadt Basel, soll die Anlage,
die sich seit November 2007 im Bau
befindet, im Frühjahr des nächsten Jahres eröffnet werden.
Aus drei markanten Baukörpern auf
kreisförmigem Grundriss setzt sich der
ziemlich nüchtern gestaltete Komplex
zusammen. Ein breiter Querbau mit Eingangsbereich, Läden und Hotel bildet
die Hauptfassade. Frei steht daneben ein
45 Meter hoher runder Büroturm, welcher die übrige Anlage überragt ­ dahinter wölbt sich die eindrucksvolle Kuppel
des Bades.
Initiiert worden war das Projekt vor rund
12 Jahren vom weltweit tätigen Züricher
Architekten Justus Dahinden, um ein
66.000 Quadratmeter großes brachliegendes Industriegelände in der Gemeinde neu nutzen zu können. Auch die Ent-

,,aquabasilea"
Neue Badewelt im Basler Dreiländereck erwartet
ab 2010 jährlich 650.000 Besucher
würfe stammen von ihm. Sein ganzes
Leben über hatte sich der heute 84-Jährige mit menschlicherer Architektur, der
Verbindung von Arbeit und Freizeit und
der Entwicklung von neuartigen Stadtmodellen befasst. Neben Kirchen, Hotels und Wohnhäusern gehören auch
Einkaufszentren zu seinem Werk. Das
ursprüngliche Projekt sollte Wohnen,
Arbeit und Freizeit vereinen, es wurde
aber stark verkleinert: Die vorgesehenen
600 Wohnungen und das MultiplexKino mussten gestrichen werden und der
geplante Tauchturm wurde zum Bürohochhaus. Geblieben ist der Standort.

Wasser wild und zahm
Mit einer überbauten
Fläche von 13.000 Quadratmetern möchte das
105 Mio. Franken teure
Bad die größten ,,Wasserwelten" der Schweiz
sein. Dazu kommen
noch Außenbereiche.
Mieter und Betreiber
wird die GMF Gesellschaft für Entwicklung
und Management von

Baustellenfortschritt: Momentan sehen die zukünftigen
Wasserwelten noch so aus.

42 EuroAmusement Professional 4/2009

Freizeitsystemen aus Neuried bei München sein, die unter anderem auch das
im Mai 2008 eröffnete Aquapalace in
Prag und die Meersburg Therme am
Bodensee betreibt.
Das Dach in der Form eines Dreiviertelkreises bildet einen eindrücklichen
Raum. Sicherheit und Geborgenheit vermittelt es laut Dahinden und schafft
einen Ort, um sich zu treffen. Nach
Außen greift es mal weiter aus, um dann
wieder zurückzuweichen. Unter ihm
bieten voneinander getrennte Bereiche
Attraktionen für unterschiedliche Zielgruppen. Vier Stützen tragen das Dach
in der Mitte, wo es eine Höhe von
18 Metern erreicht. Hier, im ,,Relax"Bereich, laden Becken mit Fontänen,
Massagedüsen und Wasserfällen und ein
der Tessiner Maggia nachempfundener
250 Quadratmeter großer Bergbach mit
Ruhepools und künstlichen Felsen eher
ältere Besucher zum Schwimmen, Entspannen und Genießen ein. Für Kinder,
Jugendliche und Familien gedacht ist die
angrenzende ,,Badehalle Action" mit
einem 220 Quadratmeter großen Wellenbad, einem Aktivbassin mit Netzen,
Schwingseilen, einer Kletterwand und
Becken für Babys und Kleinkinder.
Hauptattraktion werden hier die sechs
von der Firma Hartwigsen gebauten
Rutschen mit einer Gesamtlänge von ca.
530 Metern sein, darunter eine 16 Meter
lange Free Fall-, eine 132 Meter lange

zurück zum Anfang von "EuroAmusement Professional 4-2009-Leseprobe"