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EuroAmusement Professional 3-2009-Leseprobe

Seite 12 EuroAmusement Professional 3-2009-LeseprobeEAP-03-09-Umbruch:layout 04.05.09 9:55 Uhr Seite 32

Fårup und Djurs Sommerland
bieten viel Spaß mit der
gleichen Wildwasserbahn.

Parks

S

kandinavische Freizeitparks sind
nicht zuletzt durch das Kopenhagener Tivoli, das selbst Disneyland
inspirierte, weltbekannt. Die lange Geschichte der Innenstadtparks ­ die nicht
nur Vergnügungs-, sondern gleichzeitig
auch Kulturzentrum sind ­ und ihre stetige Weiterentwicklung machen es möglich: Sie bieten Abendunterhaltung,
Fahrspaß und feine Künste. Und im Fall
von Gröna Lund in Stockholm, Liseberg
in Göteborg und dem bereits genannten
Tivoli sind sie auch nur noch schwer aus
dem Stadtbild weg zu denken. Darüber
hinaus ist noch der Brandpark Legoland
in Billund zu nennen, der inzwischen
weltweit Ableger etabliert hat. Doch
eigentlich sind es die Sommerländer,
denen das Prädikat skandinavisch zugestanden werden sollte, auch wenn deren
Besucherzahlen nicht mit denen der eingangs genannten Großparks konkurrieren können.

Was sie besonders macht ...
Die Sommerländer sind einerseits zahlenmäßig weiter verbreitet, und zum anderen findet man das Konzept außerhalb
Skandinaviens nur sehr selten.
Charakterisieren lassen sich die Sommerländer traditionell als Mitmachparks
mit Wasserspielaspekt. Sie bieten sich
als entspanntes Familienausflugsziel an,
das Kindern die Möglichkeit zum Austoben und Entdecken gibt ­ das Wohlergehen der Erwachsenen aber nicht aus
den Augen verliert. Schon allein durch
die Grillmöglichkeiten erreichen die
Sommerländer überdurchschnittlich lange Aufenthaltszeiten der Gäste ­ häufig
werden nicht nur Grillplätze angeboten,
sondern es wird sogar Grillgut im Park
verkauft. Auch die großflächigen Spielplätze ­ mitunter auch durchaus interessant als Abenteuerpfad für Erwachsene
umgesetzt ­ sowie die integrierten Spaßbäder mit allerlei Wasserrutschen verlängern die Verweildauer immens.
Die Bezeichnung ,,Sommerland" deutet
bereits an, dass die Saison der Parks
begrenzt ist. Die Kernzeit beginnt in der
Regel erst zu Pfingsten und endet mit
den Sommerferien. Die größeren Parks
haben noch ein paar Wochen mehr geöffnet. Allerdings haben sie aufgrund
der Anfang Mai noch nicht geöffneten
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Sommerländer

Die kleinen Perlen
des Nordens
Wasserparks das Problem, dass sich
Besucher zunehmend auf die Hauptsaison konzentrieren, um eben das komplette Parkangebot nutzen zu können.
Wie Henrik B. Nielsen (Betreiber vom
Djurs Sommerland) konstatierte, sind
die Wasserparks somit Segen und Problem zugleich. Sie generieren höhere
Besucherzahlen, die jedoch geballt in
einem kleinen Zeitraum in den Park
strömen. Und trotzdem haben die Sommerländer in den letzten Jahren immer
weiter in Wasserrutschen, Wellenbäder
und im Fall des norwegischen Telemark
Sommerlands gar in einen Surfsimulator
investiert. Aus Kreisen des unweit der
deutschen Grenze gelegenen Sommerland Syd ist zu hören, dass deutsche

Besucher maßgeblich wegen des vergleichsweise überschaubaren Wasserparkbereichs des Parks kommen. Das
lässt wieder einmal die Frage aufkommen, warum es in Deutschland keine entsprechenden Angebote gibt. In Schweden funktionieren sogar reine OutdoorWasserparks mittlerer Größe, wie das
gar nicht mal so südlich gelegene Beispiel Vattenland in Sunne zeigt.
Die Geschichte der Sommerländer beginnt 1975 in Blokhus nördlich von
Ålborg, beschaulich nahe der Nordsee
gelegen. Familie Kragelund hatte sich
lange Zeit im Außenhandel betätigt, ihre
Spezialitäten waren Industriesalze und
Lebensmittel. Die Entwicklung Anfang

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