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EuroAmusement Professional 3-2009-Leseprobe

Seite 26 EuroAmusement Professional 3-2009-LeseprobeEAP-03-09-Umbruch:layout 04.05.09 10:37 Uhr Seite 72

Management

Märchenhaft und faszinierend: das
,,Château de la Belle au Bois Dormant",
Park-Icon und visueller Anziehungspunkt.

Die Gestaltung von Disneyland Paris

Gebaute Magie
Zur Psychologie eines ganz besonderen Designs

Ein kleines Experiment: Halten Sie
diese Zeitschrift so aufgeschlagen
vor einen Spiegel, dass Sie das
abgebildete Schloss seitenverkehrt
betrachten können. Schauen Sie
nur auf das Schloss mit Hügel.
Betrachten Sie es dann wieder im
Original. Welche Variante gefällt
Ihnen besser? ... Vermutlich ,,richtig herum", so wie Sie es schon
unzählige Male gesehen haben.
Versuchen Sie also dennoch
unvoreingenommen zu schauen. ­
Wir kommen im Artikel darauf
zurück.

Disneys ,,Pixie Dust" ist legendär. Jener
Feenstaub, mit dem Tinker Bell im Zeichentrickfilm ,,Peter Pan" alles verwandelt. Und der angeblich auch überall in
Disneys Themenparks die Besucher verzaubert. Aber was macht Mickys Welten
so einzigartig, was unterscheidet sie von
,,gewöhnlichen" Freizeitparks? Natürlich ist es zum einen die Höhe der Investitionen. Aber vor allem in Sachen
Sorgfalt und Erfahrung bei der Gestaltung von Themenbereichen und Attraktionen, ist Disney immer wieder Beispiel für andere Parks. Für die Gestaltung ist seit mehr als 50 Jahren ­ seit
dem ersten Disneyland in Kalifornien ­
der Konzernbereich Walt Disney Imagineering verantwortlich.
Disneyland Paris ­ bei seiner Eröffnung
1992 als schönster Themenpark des
Konzerns, als Meisterstück der Imagineers gelobt ­ gilt hinsichtlich Planung noch immer als beispielhaft. Besuchen wir also das ,,royaume magique"!

72 EuroAmusement Professional 3/2009

Die andere Welt
,,Main Street, U.S.A.": der Auftakt zu
jedem Parkbesuch, Eintauchen in eine
andere, (vermeintlich) bessere Welt. Ein
Platz, umgeben von eleganten Häusern.
Im Pavillon im kleinen Park in der Platzmitte spielt eine Band, auf der Straße
Oldtimer und eine Pferdetram ­ eine
amerikanische Kleinstadt ausgangs des
19. Jahrhunderts, voller Zuversicht und
Aufbruchstimmung. Dann die eigentliche
Hauptstraße, gesäumt von Restaurants
und Geschäften. Ganz am Ende, in der
Ferne, wie der Blick in eine noch fantastischere Welt: ein Märchenschloss in Rosa.
Alles ist aufeinander abgestimmt und
hilft, die ,,Story" dieser Kleinstadt zwischen 1880 und 1910 zu erzählen: Architektur, Shops und Restaurants,
Schriftzüge und Beleuchtung, Fahrzeuge
und Musik. Nichts stört. Eine solche
Main Street hat es nie wirklich gegeben,
aber würde man sie sich wünschen dürfen: so würde sie aussehen, als Inbegriff
der ,,guten alten Zeit".

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