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EuroAmusement Professional 2-2008-Leseprobe

Seite 18 EuroAmusement Professional 2-2008-LeseprobeEAP-02-08-Umbruch_neu:EAP_02-2008

03.03.2008

9:41 Uhr

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Bäder

Hinter der eindrucksvollen Optik der
Jahrhundertwende (19./20.Jh.) verbirgt sich
modernste Schwimmbadtechnologie.

N

ach mehr als zweieinhalb Jahren
Bauzeit und Baukosten von knapp
22 Mio. Euro nahm das geschichtsträchtige Zentralbad in Darmstadt am 23. Februar unter dem Namen Jugendstilbad
Darmstadt seinen öffentlichen Betrieb
auf. Oberbürgermeister Walter Hoffmann sieht diese Anlage als einen Teil
des ,,kollektiven Schatzes der Stadt" und

In liebevoller Kleinarbeit wurden
jugendstiltypische Dekoration und
flächenhaft florale Ornamentik restauriert. Darunter auch der Octopus, der
das heutige Logo der Anlage ziert.

40 Euro Amusement Professional 2/2008

Darmstadt

Jungbrunnen im Jugendstil
zeigte sich außerordentlich erfreut über
eine ganz besonders gelungene Anlage.
Mit der Sanierung und Restaurierung
hat das Gebäude endlich zurück gewonnen, was mit den Reparaturen der schweren Schäden aus dem zweiten Weltkrieg
verloren ging: den besonderen Charme
einer großen kunsthistorischen Epoche,
die sich in Darmstadt besonders glanzvoll entwickelte. Die Stadt als Bauherr
und die Aquapark Management GmbH
als Betreiber haben ihr Konzept verwirklicht, die Technologie und den
Komfort eines modernen Wellness-Bades in die Architektur und das Ambiente
der Jugendstilzeit zu integrieren.
Das Bad eröffnete im Jahre 1909 und verzeichnet eine bewegte Historie: Die Anlage verfügte über zwei Schwimmhallen
sowie Dampf- und Wannenbäder ­ der
Zeit entsprechend
natürlich strikt nach
Geschlechtern getrennt. Im zweiten
Weltkrieg wurde das
Bad durch Bomben
schwer getroffen und
der Flügel mit dem

Damenbad völlig zerstört. Nach dem
Krieg wurde das ehemalige Damenbad
funktional als Zweckbau wieder aufgebaut. Es folgte ein großer Umbau zum
Zentralbad mit diversen Erweiterungen ­
bedauerlicherweise wenig denkmalgerecht und ohne Rücksicht auf alte architektonische Elemente. Im Jahre 2005
wurde das Bad dann geschlossen, um für
Architekten, Restauratoren und Bauarbeiter Platz zu machen.
Nach den Plänen von Dr. Krieger Architekten Ingenieure, Velbert, wurde die
seit 1986 als Kulturdenkmal gelistete
Anlage aufwändig restauriert. Im Wortsinn eine Krönung dieser Arbeiten bildet
der originalgetreue Nachbau der kupfernen Haube auf dem Eingangsturm. Und
so ist heute von dieser bewegten Geschichte, den zahlreichen Umbauten und
Veränderungen nicht mehr viel zu spüren. Der Gast taucht ein in eine Symbiose aus historischer Hülle und Badetempel auf modernstem Stand der Technik.
Besonders beeindruckend ist die Detailtreue, mit der man die Restauration in
Angriff genommen hat und die die Be-

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