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EuroAmusement Professional 3-2005-Leseprobe

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28.04.2005

16:25 Uhr

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Bäder

10 Jahre Elbamare

Wo der Osten
gerne baden geht
Bereits zu DDR-Zeiten wurde in der
sächsischen Landeshauptstadt Dresden
ein Hallenbad geplant, das vornehmlich
für die Nutzung durch die 45.000 Einwohner von Gorbitz und Umgebung
vorgesehen war. Über den Rohbau kam
man jedoch nicht mehr hinaus. Nach
der Wende beschloss man 1990, diesen
vorhandenen Rohbau in die Gesamtgestaltung eines modernen Erlebnisbades
mit einzubeziehen. Dies wurde mittels
eines geschlossenen Immobilienfond in
Form einer Vermögensverwaltenden
Kommanditgesellschaft realisiert, die
das Bad dann auf 20 Jahre an die Stadt
vermietete. Am 21. März 1995 konnte
nach 16-monatiger Bauzeit das Erlebnisbad Elbamare seine Pforten öffnen.
Mit einer Nutzfläche von 4.900 qm und
610 qm Wasserfläche wurde eine moderne Freizeiteinrichtung geschaffen,
die von den Dresdnern damals bereits
sehnsüchtig erwartet wurde. Das Bad
mit seiner Elbsandsteinfassade und den
großzügigen Glasflächen, üppiger Begrünung, vielen Attraktionen und modernster Technik wurde als tatsächliche
Bereicherung des Freizeitangebotes
von den Dresdnern wahrgenommen.
Als erstes und einziges Erlebnisbad in
Sachsen konnte man im ersten Betriebsjahr 1995 (das nur 9 Monate dauerte)
immerhin 292.000 Besucher verzeichnen. Inzwischen sind rund um das Elb-

Großzügige Glasfronten, Elbsandsteinfassaden
und ein patiniertes Kupferdach sorgen für das
moderne und gleichzeitig angepasste architektonische Ambiente des Elbamare.

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amare etliche weitere Erlebnisbäder
entstanden ­ wie z.B. das Wellenspiel
in Meißen, das Platsch in Oschatz oder
auch das monte mare in Neustadt. Dennoch haben sich die Besucherzahlen
seit dem Jahr 2000 bei rund 180.000
pro Jahr eingependelt.
Die Angebote im Elbamare sind vielfältig; Whirlpool, Wildbach, Geysir,
Wasserkanone, Massagedüsen und
vieles mehr wird von den Gästen dankbar angenommen. Ein weiterer Anziehungspunkt ist das über einen Ausschwimmkanal erreichbare Außenbecken mit Massagedüsen und WhirlLiegen. Selbstverständlich gibt es für
die Kleinen ein eigenes Kinderbecken
mit Rutsche, Spieltieren und Wasserspeier sowie alle erforderlichen Einrichtungen zur Versorgung der Allerkleinsten. Die etwas größeren Kids ­
aber auch die Jugendlichen und Erwachsenen ­ lieben natürlich den Thrill
der 80 Meter langen Riesenrutsche, die
mit variantenreichen Kurven und
Sprüngen für ein spannendes Rutschvergnügen sorgt.
Wie in den meisten kommunalen Anlagen gibt es auch im Elbamare ein
Sportbecken mit einer Tiefe bis zu 1,80
Meter, in dem die Badegäste in Ruhe
ihre ,,Bahnen ziehen" oder an den Kursangeboten teilnehmen können. Aber
auch dem wachsenden Bedürfnis nach
Entspannungsangeboten trägt man im
Elbamare Rechnung. In einem tropi-

schen Liegegarten, der wie das gesamte Bad üppig bepflanzt wurde, entspannen die Gäste gerne oder relaxen unter
den neuen Ergoline-Solarien.
Noch mehr Gesundheits- und Entspannungsangebote bietet die angeschlossene Saunaanlage: Finnische Sauna,
Bio-Saunarium, römisches Dampfbad,
Blockhaus-Sauna, Whirl-Pool, Duschstraße, Tauch- und Kneipp-Becken sowie ein Ruheraum bieten allen erforderlichen Komfort für einen erholsamen Saunaaufenthalt. Ein inzwischen
reichhaltiges Programm an Kursen und
Gesundheitsangeboten ­ von Aquarobic über Schwimmkurse bis hin zu verschiedensten Massagetechniken, Atemübungen und Meditation ­ bietet jede
Menge und für jeden Geschmack etwas, um seinen Körper zu trainieren
oder in Einklang zu bringen.
Das Elbamare wird von der Aquapark
Management Dr. Quell & Partner
GmbH im Auftrag der Stadt Dresden
betrieben. Mit 180.000 Besuchern im
Jahr 2004 verfügt das Elbamare über
eine hohe Akzeptanz in seinem Zielgebiet und entwickelt sich stabil. Obwohl
die Konstellation der Besitz- und Mietverhältnisse ­ wie bei vielen kommunalen Anlagen in Deutschland ­ nicht
gerade das ist, was man unter einem
gesunden Investitionsklima versteht,
wodurch auch die Betreibergesellschaft
unter Umständen nicht gerade in Investitionslaune gerät. (PP)

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