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EuroAmusement Professional 2-2005-Leseprobe

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Entertainment

Fischreichtum::

Großaquarien in Deutschland
Von Volker Ottenströer
In den letzten 10 Jahren konnte ein
regelrechter Boom bei solitären Großaquarien in Deutschland beobachtet
werden. Während zuvor traditionelle
Aquarien in öffentlichen Zoos (z.B.
Stuttgart, München, Köln, Dresden,
Frankfurt, Erfurt, Leipzig) dominierten, erobern nun mehr und mehr Erlebnisorientierte und privatwirtschaftliche Meerwasser-Aquarien mit Flächen zwischen 1.500 m2 und 4.000 m2
die Besuchermassen. Führend in diesem
Marktsegment ist die international agierende Merlin Entertainments Group mit
derzeit sechs Sea Life Centren, 2 Bauprojekten (Königswinter, Nürnberg)
und weiteren Planungen in Deutschland.
Die modernen Großaquarien unterscheiden sich von den herkömmlichen
Zoo-Aquarien durch eine Erlebnisorientierte Darstellung mit Ansprache al40 Euro Amusement Professional 2/2005

ler Sinne (Unterwassergeräusche, Effekte, durchgängige Thematisierung)
und ungewöhnlichen Perspektiven (z.B.
Unterwasser-Tunnel) um den Gast in
eine spannende Unterwasserwelt geradezu ,,eintauchen" zu lassen.
Öffentlich finanzierte Mega-Aquarien
(mit Ursprung in den USA) mit Flächen
von teilweise deutlich über 15.000 m2
wie z.B. das Monterey Bay Aquarium in
Kalifornien, das Shedd Aquarium in
Chicago, das Oceanário in Lissabon
oder das Ring of Fire Aquarium in Osaka wurden in Deutschland zwar vielfach geplant aber bisher nicht realisiert.

Wirtschaftlichkeit
und Standort
Bei den privaten Aquariumsprojekten
müssen die signifikanten Betriebsko-

sten und Kapitalkosten über möglichst
hohe Besuchszahlen und resultierende
Umsätze aus Eintritt, Gastronomie und
Merchandising eingespielt werden.
Dies ist bei mittelgroßen Meerwasseraquarien mit Investitionen von teils
deutlich über 10 Mio. EUR erst ab Jahresbesucherzahlen von etwa 300.000
Gästen zu erwarten. Neben einem attraktiven Aquariumskonzept sowie einem professionellen Management und
Marketing ist das Erreichen hoher Besuchszahl jedoch im Wesentlichen von
der Qualität des Standortes abhängig.
Die folgenden Standortprämissen sind
für Großaquarien, aber auch für thematisch anders gelagerte Besucherattraktionen, wesentliche Erfolgsvoraussetzungen:
· Zentrale Lage mit Flächen zwischen
rd. 2.000 m2 und 5.000 m2 (oftmals in
kommunaler Hand)

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