< Seite 7
Seite 9 >

Seite 8

EuroAmusement Professional 2-2005-Leseprobe

Seite 8 EuroAmusement Professional 2-2005-LeseprobeEAP-02-05-Umbruch_EAP_02-2005 01.04.11 11:00 Uhr Seite 8

Tourismusbranche braucht ausgedehnte und zeitlich versetzte Ferienzeiten in
den Ländern.", forderte deshalb auch
DTV-Präsident Tilo Braune in seinem
Jahresbericht 2004. ,,Unsere Branche",
so Braune weiter, ,,ist eine, die auf
Urlaubs- und Feiertage angewiesen ist.
Die Diskussion im Umfeld von Arbeitsmarkt und Produktivität lässt außer acht, dass diese arbeitsplatzintensive Branche für Umsätze sorgt, während andere sich erholen."

Tourismusfaktor Freizeitpark
Foto: Hansa-Park, Sierksdorf

Dass auch die Freizeit- und Erlebnisparks in Deutschland immer mehr als
touristischer Faktor wahrgenommen
werden, dafür sorgten die Betreiber
von mittleren und großen Parks in den

Den Blick nach vorn
Freizeit- und Erlebnisparks in Deutschland

uch wenn diejenigen, die sich
im Jahr 2004 mit einem sehr
guten Saisonergebnis präsentieren konnten, in der absoluten Minderheit waren, zeichnet sich eine bevorstehende Erholung in der Freizeitbranche immer deutlicher ab. Nach
dem Hitzerekord-Sommer 2003 hofften die Betreiber der Freizeitparks und
Freizeitunternehmen in Deutschland
auf einen meteorologisch gesehen
,,nor malen" Sommer. Nach Meinung
von rund 80 % der Betreiber zählte die
Saison 2004 aber wieder einmal ganz
und gar nicht zu den so genannten
,,normalen". Die Meteorologen jedoch
behaupteten: ,,Alles im normalen Spektrum eines Sommers in unseren ge-

A

8 Euro Amusement Professional 2/2005

mäßigten mitteleuropäischen Klimazonen". Zweifelsohne wird hieraus ersichtlich: Die Freizeit- und Erlebnisparks in Deutschland zählen auch
weiterhin zu den wettertechnisch anfälligsten ,,Pflänzchen". 2004 war aber
auch das erste Jahr, in dem der Erfolg
der Saisonbetriebe mit der Konzentration der Sommerferienregelung umgehen lernen musste. So waren die Sommerferien der einwohnerstärksten Bundesländer auf den Monat August konzentriert. Auch der Deutsche Tourismusverband sieht diese Entwicklung
eher kritisch. ,,Standen im Juli zum
Teil auch wegen der Witterung, noch
Quartiere zur Verfügung so hieß es im
August ... vielfach ,ausgebucht`. Die

letzten Jahren insbesondere auch durch
den weiteren Ausbau ihrer Kooperationen mit den örtlichen Tourismusorganisationen sowie dem Hotel- und Gastgewerbe. Am weitesten voran getrieben
wurde diese Entwicklung von jenen
Betrieben, die sich durch den Bau und
Betrieb eigener Hotelanlagen Über nachtungskapazitäten schufen. Während der Europa Park in Rust 2004 mit
dem Hotel Colosseo bereits das dritte
Themenhotel erfolgreich in Betrieb
nahm und mit 3,4 Millionen (plus
300.000 im Winter) Besuchern 2004
wieder den Rekord hält, gilt der Park
der Familie Mack inzwischen sogar als
,,ein Zugpferd im Deutschland-Tourismus". Und Wolfgang Schäuble bezeichnete den Park gar in seiner Laudatio während der Verleihung des ,,Innovationspreises 2004" des Bundesverbandes der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) als einen ,,Leuchtturm gegen die Versuchung der Resignation in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten". Eine gesellschaftspolitische
Anerkennung für die gesamte Freizeit-

zurück zum Anfang von "EuroAmusement Professional 2-2005-Leseprobe"