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EuroAmusement Professional 6-2011-Leseprobe

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als
Tea
Time
...
Bericht von
der EAS in
London

D

rei Tage lang war London das Mekka für die europäische
Freizeitbranche. Die 8. Euro Attractions Show, die vom
27. bis 29. September in den charmanten Hallen des Olympia
Exhibition Centres stattfand, lockte nach Angaben des Veranstalters 7.053 Besucher nach England. Erstmals fand die Messe auf britischem Boden statt und so waren die Erwartungen,
möglichst viele britische Kunden zu treffen, bei den meisten
Ausstellern hoch. Doch obwohl London als Metropole und
mit seinen Attraktionen wie zum Beispiel dem London Eye,
Madame Tussauds oder dem London Dungeon für Fachkräfte
der Branche viel zu bieten hat, kamen zumindest aus dem Vereinigten Königreich verhältnismäßig recht wenige Besucher
zur Messe. Vor allem die in London ansässige Merlin Entertainments Gruppe, die nach eigenen Angaben nach Disney der
zweitgrößte Betreiber von Freizeiteinrichtungen weltweit ist,
war mit nur wenigen Führungskräften vor Ort. Diese repräsentierten genau genommen zwar konzernbedingt eine große Anzahl von Parks und Attraktionen, doch hatten die Aussteller offenbar einen höheren Zuspruch auch aus dem technischen und
operativen Management der einzelnen Betriebe erwartet. Und
obwohl der Konzentrationsprozess bei den Parks sicher auch
im UK seine Spuren hinterlassen hat, ist das Land doch vor
66 EuroAmusement Professional 6/2011

allem auch für seine zahlreichen Piers bekannt... Auch Martin Barrat, der noch bis März diesen Jahres Chief Executive
der BALPPA (British Association of Leisure Parks, Piers and
Attractions) war, konnte sich die recht schwache Präsenz der
britischen Park- und Attraktionen-Betreiber nicht erklären.
Doch als europäische Leitmesse war die EAS glücklicherweise noch nie auf die Besucher aus dem Land des jeweiligen
Veranstaltungsortes alleine angewiesen. Wenngleich die IAAPA offiziell bekannt gab, dass 30 Prozent der Besucher aus
England kamen, blieb der bei den Ausstellern gefühlte Anteil
geringer.
Erfolg beschreibt man jedoch schon seit einigen Jahren nicht
mehr mit Quantität, sondern vor allem mit Qualität. Und die
war, nach Aussage der meisten Anbieter, durchaus sehr zufriedenstellend. Auch waren sich die Aussteller einig, dass Europas
Freizeitbranche neben Asien die Region mit den größten
Umsätzen für die Zulieferer ist. Selbst wenn es keiner offen
zugeben mag, vor allem die Kapazitäten einiger Hersteller
von Fahrgeschäften sind für die nächsten Monate fast völlig
erschöpft.

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