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EuroAmusement Professional 4-2012-Leseprobe

Seite 14 EuroAmusement Professional 4-2012-LeseprobeParks

Die spannende Fahrt
auf dem Double Launch
Coaster kommt völlig ohne
Überschlagselemente aus.

Family Launch Coaster mit besonderem Kick
Am 21. März 1964 eröffnete im kalifornischen San Diego der erste SeaWorld
Park. Milton C. Shedd, Ken Norris, David Demott und George Millay, die sich
aus ihrer Studienzeit an der University of
California in Los Angeles kannten, waren die Gründerväter. George Millay (vgl.
EAP 2/2006) ­ derselbe, der 1977 die Wet
n Wild-Wasserparks startete ­ hatte 1958
mit zwei Partnern die Speciality Restaurants Corporation (SRC) gegründet, die
sich dem Betrieb von Themenrestaurants
in den USA widmete. Nach einigen Jahren ließ er sich von seinen SRC-Partnern
auszahlen, um seinem eigentlichen Plan,
dem Bau eines Unterwasserrestaurants
mit einer ,,Marine Life Show" zu folgen,
der jedoch von ihm selbst recht schnell
als nicht wirtschaftlich wieder verworfen wurde. Daraus entstand die Idee eines Unterwasser-Zoos, der für 1,5 Mio.
US-Dollar umgesetzt wurde. Mit einigen
wenigen Delphinen, Seelöwen und sechs
Attraktionen erreichte der nur knapp neun
Hektar große Park in den ersten zwölf
Monaten mehr als 400.000 Besucher.
Um weiteres Geld für die nötigen Expansionen zu bekommen, wurde SeaWorld
1968 zu einer Aktiengesellschaft. Dieses
ermöglichte den Bau von SeaWorld Ohio
im Jahr 1970 und SeaWorld Orlando im
Jahr 1973. Ein weiterer Park folgte im
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Jahr 1988 in San Antonio. Während Ohio
mittlerweile nicht mehr existiert, ist vor
allem SeaWorld Orlando bekannt für die
Mischung aus großen Fahrgeschäften und
einer Vielzahl an Shows und Tiergehegen. Doch diese Entwicklung der ab 1990
zur Anheuser-Busch-Gruppe gehörenden
Freizeitparks war SeaWorld San Diego
leider nie in der Ausprägung möglich, wie
es sich die Betreiber wünschten. Auch die
Blackstone Group, die im Dezember 2009
die Anheuser-Busch-Parks übernahm und
sie in die SeaWorld Parks
& Entertainment Divison
wandelte, konnte an dem
Umstand nichts ändern.

nicht höher als 9,1 Meter zu bauen. Brian
Morrow, Creative Director bei SeaWorld
Parks & Entertainment, entwickelte
mit seinem Team deshalb das Konzept
für eine Achterbahn, die trotz geringer
Höhendifferenzen eine aufregende Fahrt
bieten kann. Dabei lag es nahe, dass der
Zug mittels eines katapultartigen Antriebs
beschleunigt werden sollte, um dann über
eine kurvenreiche Strecke zu rasen. Die
Ausführung der Achterbahn wurde von
SeaWorld Parks & Entertainment in die
Hände von Mack Rides gelegt. Für die
drei ,,Journey to Atlantis"-Watercoaster
in den SeaWorld Parks hatte man bereits
mit Mack Rides erfolgreich zusammen
gearbeitet und gute Erfahrungen gesammelt. ,,Wir suchten einen aufregenden

Foto: © Kyle Peek, www.behindthethrills.com

Der ,,Manta" in SeaWorld
San Diego

Während in den SeaWorld
Parks in Orlando und San
Antonio große und hohe
Achterbahnen eine breitere Zielgruppe ansprechen,
blieb es San Diego bisher
verwehrt, überhaupt irgendeine Achterbahn zu bauen.
Auf Grund von strengen
Bauauflagen der ,,California Coastal Commission",
die für den direkt an einer Bucht des Pazifischen
Ozeans liegenden Park zuständig ist, galt es, bei der Menschen jeden Alters mögen Manta gleichermaßen ­ bester Beweis,
Planung einer Achterbahn dass Fahrspaß nicht durch die Anzahl an Überschlägen definiert wird!

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